Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

Krankheiten referenzindex «Agoraphobie»

Agoraphobie

Agoraphobie


Bei der Agoraphobie handelt es sich um eine sogenannte Angststörung, die durch die Furcht vor großen Plätzen, Menschenmengen und weiten Reisen alleine gekennzeichnet ist. Etwa 1 bis 3 Prozent der Bevölkerung leiden in Deutschland in einem Zeitraum von einem Jahr an Agoraphobie. Behandelt wird die Agoraphobie mit Medikamenten und Psychotherapie, insbesondere der kognitiven Verhaltenstherapie.

Definition: Agoraphobie


Die Agoraphobie wird zu den Angststörungen gezählt. Der Wortursprung (griech. ἀγορά agorá = Marktplatz, φόβος phóbos = Furcht) weist schon darauf hin, dass es bei diesem Störungsbild um die Angst vor großen Plätzen geht. Daneben besteht bei der Agoraphobie eine Angst vor Menschenmengen und dem Reisen alleine in weiter Entfernung von zu Hause.

Häufigkeit der Agoraphobie


Die Agoraphobie mit und ohne Panikstörung ist eine häufige psychische Erkrankung. Erhebungen zur Erkrankungshäufigkeit zeigen, dass etwa 1 bis 3 Prozent der deutschen Population in einem Zeitraum von einem Jahr an Agoraphobie leiden. Frauen sind etwa 2- bis 3-mal häufiger von Agoraphobie betroffen als Männer.

Ursachen der Agoraphobie


Hinsichtlich der Verursachung der Agoraphobie wird davon ausgegangen, dass biologische Faktoren und Lernprozesse eine wichtige Rolle in der Entstehung der Agoraphobie spielen. Von besonderer Bedeutung im Hinblick auf Lernprozesse ist dabei die Theorie des Vermeidungslernens von dem amerikanischen Psychologen Mowrer. Diese Theorie besagt, dass im ersten Schritt eine Angstreaktion auf bestimmte Reize hin erlernt wird, z.B. streitet sich eine Frau mit ihrem Mann im Menschengedränge in einem Supermarkt. Sie bekommt in der Situation Angst, weil er androht, sich zu trennen. Fortan sind alle Reize, die mit dem Thema „voller Supermarkt“ zusammen hängen, angstbesetzt. Im nächsten Schritt vermeidet die Frau den Besuch eines Supermarkts, weil sie dadurch weniger Angst hat. Die Minderung der Angst wirkt innerlich wie eine Belohnung für das Vermeiden des Supermarkts, wodurch dieses Verhalten an Häufigkeit zunimmt. Dieses Beispiel verdeutlicht die Bedeutsamkeit von Lernprozessen für das Erlernen aber auch das Verlernen der Agoraphobie.

Kommentar «Agoraphobie»