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Krankheiten referenzindex «Aids und HIV»

Aids und HIV

Beschreibung

Aids ist eine chronische, lebensbedrohliche Erkrankung, die durch das human immunodeficiency virus (HI-Virus, HIV) verursacht wird. Das HI-Virus schädigt oder zerstört bestimmte Zellen der Immunabwehr. Dadurch kann der Körper Bakterien, Viren oder Pilze nicht mehr effektiv bekämpfen. Deshalb sind HIV-Patienten empfänglicher für Infektionen sowie für bestimmte Krebsarten.

10 Fakten über AIDS

In Deutschland sind etwa dreiviertel aller Infizierten Männer.

Das HI-Virus entstand wahrscheinlich aus einem ähnlichen Virus, das bei bestimmten afrikanischen Affen vorkommt.

Keine Ansteckungsgefahr besteht durch Küsse, Umarmungen, Händeschütteln, Essen, Geschirr, Husten, Niesen, in der Sauna oder auf Toiletten.

Unter „Viruslast“ versteht man die Anzahl der HI-Viren pro Milliliter Blut.

Der HIV-Test liefert erst drei Monate nach einer möglichen Ansteckung ein sicheres Ergebnis.

Der Hollywood-Schauspieler Rock Hudson war eines der ersten prominenten Todesopfer von Aids.

HIV-Positive können lebenslang andere Menschen anstecken – auch nach erfolgreicher HIV-Therapie.

Dank einer besonderen Genvariante erkranken einige Menschen trotz Kontakt mit HIV nicht an Aids.

Mittels Knochenmarkspende befreit ein Berliner Arzt 2008 einen Patienten vom Aids-Virus.

Die rote Aids-Schleife symbolisiert Mitmenschlichkeit und Solidarität mit HIV-Betroffenen.

Das Virus und die Infektion werden HIV genannt. Der Begriff Aids (acquired immunodeficiency syndrome = Krankheitsbild der erworbenen Abwehrschwäche) bezeichnet das späte Stadium der HIV-Infektion.

Am häufigsten erfolgt die Übertragung von HIV durch Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Person. Andere Möglichkeiten sind die Infektion durch verseuchtes Blut oder verschmutzte Nadeln und Spritzen. Unbehandelte Mütter können HIV während der Schwangerschaft, Geburt oder durch das Stillen auf ihre Kinder übertragen.

Zahlen

Vor etwa 25 Jahren wurden die ersten Fälle von Aids bekannt. Seitdem hat sich die Erkrankung zu einer globalen Pandemie entwickelt. Weltweit leben rund 34 Millionen Menschen mit HIV - 3,4 Millionen Infizierte sind Kinder unter 15 Jahren, schätzen Experten.

Nach Angaben der Organisation UNAIDS und der World Health Organization (WHO) haben sich im Jahre 2010 rund 2,7 Millionen Menschen neu mit HIV infiziert und rund zwei Millionen sind an Aids gestorben.

In Deutschland leben derzeit rund 73.000 Menschen mit HIV. Männer, die Sex mit Männern haben, stellen in Deutschland mit rund 46.500 Betroffenen nach wie vor die größte Gruppe der Infizierten. Etwa 10.500 Personen haben sich über heterosexuelle Kontakte infiziert, rund 9.000 kommen aus sogenannten Hochprävalenzregionen. Etwa 6.800 Personen haben sich über intravenösen Drogengebrauch mit HIV angesteckt.

Zum Zeitpunkt der Diagnose sind die meisten HIV-Infizierten hierzulande Anfang bis Mitte 30. Die Zahl der Neuinfektionen lag im Jahr 2011 bei rund 2.700.

Die größten Auswirkungen hat die Aids-Epidemie in der Sub-Sahara Region Afrikas. Dort leben rund 23 Millionen Infizierte. Aber Afrika ist nicht die einzige Region, die durch Aids schwer getroffen ist. Große Zunahmen werden zum Beispiel aus Ost-Europa und Zentral-Asien berichtet.

Die Zahl der Medikamente zur Behandlung von Aids hat sich seit 1995 vervielfacht. Die Kombination verschiedener neuer Medikamente verringert schwere Komplikationen der Erkrankung und führt zu einer Lebensverlängerung. Aber diese positiven Nachrichten werden von Berichten über Medikamentenresistenzen getrübt.

Beängstigend ist die zunehmende Ignoranz der Bevölkerung gegenüber Aids. Verschiedene Berichte aus Europa und USA zeigen, dass sich junge Menschen zunehmend riskant verhalten, was sexuell übertragbare Krankheiten angeht.


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