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Krankheiten referenzindex «Akustikusneurinom - Diagnose»

Akustikusneurinom - DiagnoseAkustikusneurinom - DiagnoseAkustikusneurinom - Diagnose

Blick ins Ohr und Gehirn

Ärzte können ein Akustikusneurinom durch verschiedene Untersuchungen schon sehr früh entdecken. An erster Stelle steht die Befragung des Patienten (Anamnese) und die Untersuchung durch den HNO-Arzt oder Neurologen.

Da das Akustikusneurinom das Hörvermögen beeinträchtigt sind Hörtests sinnvoll. Mittels einer Audiometrie lässt sich eine Hörminderung des betroffenen Ohrs erkennen und genau quantifizieren. Eine Temperaturprüfung zeigt, ob auch der Gleichgewichtssinn betroffen ist. Dabei spült der Arzt den äußeren Gehörgang abwechselnd mit warmem und kaltem Wasser (Kalorimetrie). Bei Akustikusneurinomen reagiert die erkrankte Seite weniger auf den Temperaturunterschied als die gesunde (thermische Untererregbarkeit).

Mithilfe der Hirnstammaudiometrie (Akustisch Evozierte Potentiale = AEP oder BERA) lässt sich nachweisen, ob das Akustikusneurinom den achten Hirnnerv (Nervus vestibulocochlearis) schon geschädigt hat.

Die endgültige Diagnose eines Akustikusneurinoms stellen Ärzte mithilfe der Computertomografie (CT) oder besser durch eine Magnetresonanztomografie (MRT). Vor allem bei der Früherkennung von Neurinomen (solange sie noch im inneren Gehörgang wachsen) hat sich die MRT als die beste Methode bewährt. Im Frühstadium kann man ein Neurinom oft so operieren, dass die Funktionen des siebten und des achten Hirnnervs erhalten bleiben. Inzwischen wurden hochauflösende Programme für die MRT entwickelt, die selbst wenige Millimeter große Neurinome erkennen lassen.

Um ein Akustikusneurinom gegebenenfalls auszuschließen, fahndet der Arzt auch nach weiteren Erkrankungen. Das kann ein Hörsturz, die Menière-Krankheit sowie eine Otosklerose sein. Bei beidseitigen Akustikusneurinomen gilt es, eine Neurifibromatose Typ 2 auszuschließen. Mittels einer Blut-Untersuchung lässt sich der genetische Defekt für diese Erkrankung auf dem Chromosom 22 nachweisen.

Im Bereich des Kleinhirnbrückenwinkels können auch andere Tumore als das Akustikusneurinom wachsen. Dazu gehören beispielsweise Meningeome (Tumore der weichen Hirnhaut), Angiome (Gefäßmissbildungen), Metastasen anderer Tumore sowie Gewebeanomalien (Epidermoide). Diese Wucherungen lassen sich durch Kontrastmittel im MRT oder eine Gefäßdarstellung (Angiografie, selten) gut von einem Neurinom unterscheiden.


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