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Krankheiten referenzindex «Akustikusneurinom - Symptome»

Akustikusneurinom - SymptomeAkustikusneurinom - SymptomeAkustikusneurinom - Symptome

Erste Anzeichen

Akustikusneurinome wachsen sehr langsam. Sie haben eine feste Hülle und bilden keine Absiedelungen (Metastasen). Beschwerden entstehen erst, wenn das Neurinom auf den Hör- und Gleichgewichtsnerv und später auf weiter entfernte Hirnnerven und -areale drückt.

Das häufigste Symptom eines Akustikusneurinoms ist eine einseitige Abnahme des Hörvermögens. Die Ausprägung der Hörstörung ist anfangs sehr unterschiedlich: Unbehandelt nimmt sie langsam zu und kann bis zur kompletten Taubheit führen. Auffällig ist zuerst die Hörverschlechterung bei hohen Schallfrequenzen (Hochtonschwerhörigkeit). In einigen Fällen macht sich der Tumor aber auch durch eine plötzliche, einseitige Hörminderung oder einen Hörsturz bemerkbar.

Bei einem Akustikusneurinom ist die Schwerhörigkeit oft mit immer wieder auftretenden Ohrgeräuschen (Tinnitus) verbunden. Diese liegen meist im Hochtonbereich. Auch ein Tinnitus ohne Hörminderung kann das erste Symptom eines Akustikusneurinoms sein.

Verursacht das Akustikusneurinom eine Störung der Signalübertragung vom Gleichgewichtsorgan zum Gehirn, kommt es zu Schwindel (Dreh- oder Schwankschwindel) und einem Zittern eines Augapfels (Nystagmus).

Das Akustikusneurinom kann auch die Funktion weiterer Hirnnverven stören: Bei einer Lähmung des Gesichtsnerven (Fazialisparese) sind die Muskeln einer Gesichtshälfte geschwächt. Das Gesicht wirkt asymmetrisch, weil beispielsweise ein Mundwinkel herabhängt.

Spätsymptome

Empfindungsstörungen und Taubheitsgefühle im Gesicht kommen beim Akustikusneurinom seltener vor, weil der fünfte Hirnnverv (Nervus Trigeminus) etwas weiter entfernt vom Kleinhirnbrückenwinkel verläuft. Wird dieser Nerv eingeengt, kann außerdem eine schmerzhafte Trigeminusneuralgie auftreten.

Ausgeprägte Gleichgewichtsprobleme mit Sturzneigung oder Störungen der Bewegungskoordination treten meist erst auf, wenn das Akustikusneurinom auf den Hirnstamm oder das Kleinhirn drückt.

Ist das Akustikusneurinom so groß, dass es den Abfluss des Gehirnwassers aus dem Gehin in den Kleinhirnbrückenwinkel verlegt (Wasserkopf; Verschlusshydrozephalus), steigt der Druck im Gehirn. Typische Anzeichen von erhöhtem Hirndruck und Hydrozephalus sind:

  • Kopfschmerzen (v.a. im Bereich des Hinterkopfs)
  • Nackensteifigkeit
  • Erbrechen
  • Sehstörungen
  • Unsicherer und breitbeiniger Gang
  • Kleine Schritte

Es droht ein Sturz auf den Hinterkopf, die Betroffenen zeigen keine ausreichenden Schutzreflexe mehr.


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