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Krankheiten referenzindex «Alkohol und Potenz»

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Gefährliche Liaison

Alkohol, Sex – und Impotenz – treffen häufig aufeinander: Sekt, Wein und Bier beschwingen, machen locker, lassen die Hemmschwelle sinken und die sexuelle Begierde klettern. Aber schon ein Drink zuviel kann zum wahren Lustkiller werden: Männer, die nicht mehr gerade stehen können, verlieren oft auch im Bett die Standfestigkeit. Richtig problematisch wird es, wenn der Griff zur Flasche zum Ritual wird. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehlen Männern nicht mehr als 20 Gramm Alkohol täglich. Das entspricht knapp einem halben Liter Bier oder einem Glas Wein. Frauen sollten sogar maximal nur die Hälfte dieser Alkoholmenge, also zehn Gramm, zu sich nehmen.

Übermäßiger Alkoholgenuss hat Auswirkungen auf die Gesundheit und führt unter anderem zu Impotenz:

  • Nervenschäden (Polyneuropathie): Alkohol ist ein starkes Nervengift, das eine Impotenz begünstigen kann. Bei Menschen, die regelmäßig zu viel trinken, werden die Nervenzellen in Mitleidenschaft gezogen. Nach und nach sterben sie ab. Die Folge: Nervensignale können nicht mehr richtig weitergeleitet werden. Das gilt auch für jene Nervenreize, die eine Erektion auslösen.
  • Hormonstörungen: Unter einem regelmäßigen Alkoholmissbrauch leidet auch der Hormonhaushalt. Der Testosteronspiegel sinkt, was zu einer körperlichen Verweiblichung führen kann. Einige Männer entwickeln beispielsweise sogar Brustansätze. Der niedrige Testosteronspiegel kann außerdem die sexuelle Begierde (Libido) verringern.
  • Psychische Krankheiten: Alkoholkranke leiden häufig unter psychischen Krankheiten, vor allem Depressionen. Manche depressive Menschen versuchen, ihr Unglück im Alkohol zu ertränken. In anderen Fällen wird der Alkohol und der damit verbundene soziale Absturz und Selbsthass zum Auslöser für eine Depression. Sehr häufig gehen Depressionen mit sexuellen Störungen einher. Eine mögliche Ursache ist die allgemeine Antriebslosigkeit, die für Depressionen typisch ist und sich auch auf die sexuelle Aktivität auswirken kann. Eine weitere Ursache können Medikamentegegen Depressionen (Antidepressiva) sein. Sie greifen in den Hirnstoffwechsel ein und können dadurch Potenzstörungen hervorrufen.

 


Kommentar «Alkohol und Potenz»