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Krankheiten referenzindex «Allergie bei Baby & Kind - Diagnose»

Allergietests

Um eine Allergie festzustellen, fragt der Arzt zunächst, wann genau die Beschwerden auftreten. Zum Beispiel:

  • Ob die Beschwerden des Kindes durch den Verzehr einer bestimmten Speise ausgelöst wurden.
  • Ob den Beschwerden der Kontakt mit einem möglichen Allergie-Auslöser (zum Beispiel Katze) vorausgegangen ist.

Eine Rolle spielt auch, ob Familienmitglieder an Allergien leiden, insbesondere die Eltern des Kindes.

Um den Verdacht auf eine Allergie auslösende Substanz zu bestätigen, führt der Arzt einen Hauttest durch:

Prick-Test: Beim Prick-Test wird ein Tropfen der möglicherweise allergieauslösenden Susbstanz auf die Haut aufgebracht und mit einer Nadel eingeritzt. Nach 15 bis 20 Minuten lässt sich anhand der Hautreaktion (zum Beispiel Rötung, Quaddel) erkennen, ob eine Sensibilisierung gegen den Stoff vorliegt.

Reib-Test: Hier wird das vermutliche Allergen auf die beugeseitige Haut des Unterarms des Kindes aufgebracht.

Intrakutantest: Eine kleine Menge des vermutlichen Allergieauslösers wird in die Haut des Kindes gespritzt. Dabei lassen sich verschiedene Allergenkonzentrationen testen. Dadurch können sowohl Reaktionen vom Frühtyp als auch Spättyp festgestellt werden.

Pflastertest (Epikutantest): Das vermutliche Allergen wird mittels eines Pflasters - meist auf den Rücken des Kindes - aufgebracht. Der Arzt liest die Testreaktion nach spätestens zwei bis drei Tagen ab. Das Ergebnis hilft, Allergien vom Spättyp zu erkennen.

Besonderheiten bei Kindern

Die Diagnosestellung ist bei Kindern schwieriger als bei Erwachsenen. So fällt ein Allergietest häufig negativ aus (keine Rötung oder Quaddel), was aber nicht unbedingt bedeutet, dass das Kind nicht allergisch auf einen bestimmten Stoff reagiert.

Die Diagnose einer Allergie wird bei Kindern deshalb vor allem anhand der Anamnese gestellt. Gegebenenfalls folgt eine Blut-Untersuchung im Labor. Manchmal bildet der Körper spezielle Abwehrstoffe (sogenannte Antikörper) gegen die Allergene, beispielsweise bei Insektengiften oder Nahrungsmitteln. Von der Konzentrationen der Antikörper (Antikörpertiter) lässt sich aber nicht auf die Stärke der Krankheitssymptome schließen.

Wichtig ist die genaue Beobachtung, worauf das Baby oder das Kind allergisch reagiert. Wenn bereits ein Verdacht besteht, sollte das Allergen (zum Beispiel ein bestimmtes Nahrungsmittel) versuchsweise für einige Zeit weggelassen werden. Bessert sich die Erkrankung des Kindes, wurde möglicherweise das verantwortliche Allergen gefunden.


Kommentar «Allergie bei Baby & Kind - Diagnose»