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Krankheiten referenzindex «Allergie - Diagnose»

Allergie - DiagnoseAllergie - Diagnose

Die Suche nach einem Allergie-Auslöser verlangt kriminalistisches Gespür - und ein genaues Diagnoseverfahren. Denn Tausenden möglichen Auslösern steht eine Handvoll Symptome gegenüber. Ganz selten ist der Zusammenhang zwischen einem Fremdstoff und einer Überreaktion so klar wie etwa bei einer Insektengiftallergie.

Daher ist ein Allergie-Tagebuch sinvoll. Allergiker tragen darin beispielsweise die Art, Schwere und Dauer der Beschwerden ein, die Tageszeit, zu der sie auftraten, sowie Medikamenteneinnahme, Ernährung, Aktivitäten und Umwelteinflüsse. So fällt es dem Arzt leichter, das auslösende Allergen zu identifizieren.

Eine Diagnose durchläuft unter Umständen vier Phasen, bis das entsprechende Allergen identifiziert ist: Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese), Hauttests, Labortests, Nachanamnese plus Provokationstest. Folgende Untersuchungen helfen, eine Allergie festzustellen:

AllergietestSo geht's
Prick-TestEin Gitter wird auf den Unterarm gezeichnet, auf jedes Feld kommt ein Tropfen einer Allergenlösung. Anschließend wird mit einer kleinen Lanzette einen Millimeter tief in die Hautstellen unter den Tropfen gestochen. Nach spätestens 30 Minuten lassen sich Hautreaktionen (Rötung, Pustel, Quaddeln) beobachten, falls eine Allergie vorliegt. Diese Methode ist der Standard beim Nachweis von Soforttyp-Allergien.

ReibetestBei sehr empfindlichen Betroffenen wird die Allergenlösung nur in die Haut des Unterarms gerieben, um eine Hautreaktion zu provozieren.

IntrakutantestDie Allergenlösung wird mit einer Kanüle in die Haut gespritzt. Der Test ist empfindlicher als der Prick-Test, liefert aber mehr falsch-positive Ergebnisse, d.h. weist fälschlicherweise eine nicht-vorhandene Allergie nach.

Scratch-TestEr funktioniert ähnlich wie der Prick-Test, nur dass hier die Haut unter dem Allergentropfen angeritzt (nicht angestochen) wird. Dieser Test wird jedoch kaum noch verwendet.

Epikutantest (Pflastertest)Dieser Test spürt Spättyp-Allergien auf. Der Betroffene bekommt Pflaster mit allergenhaltigen Pellets auf den Rücken geklebt. Nach 24, 48 und 72 Stunden prüft der Arzt die Hautreaktionen.

In manchen Fällen wird das Blut auf spezifische, Allergie-auslösende Antikörper (Immunglobulin E) untersucht. So lassen sich vor allem Nahrungsmittelallergien nachweisen.


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