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Krankheiten referenzindex «Alzheimer - Ursachen»

Alzheimer - UrsachenAlzheimer - UrsachenAlzheimer - Ursachen

Ablagerungen in den Gehirnzellen

Die Alzheimer-Krankheit beginnt meist schon mehrere Jahrzehnte, bevor die ersten Symptome auftreten. Dabei entstehen im Gehirn Ablagerungen aus Eiweißbruchstücken, sogenannte Amyloide, die sich zu Plaques zusammenlagern. Außerdem entstehen innnerhalb der Nervenzellen Bündel aus veränderten sogenannten Tau-Proteinen.

Im Laufe der Zeit sterben bei Alzheimer die Nervenzellen vor allem in den Regionen des Gehirns ab, die an der Entwicklung von Gedächtnis, Sprache und Denkfähigkeit beteiligt sind. Ob die Ablagerungen die Ursache oder eine Begleiterscheinung des Zelltodes darstellen, ist bisher nicht geklärt. Ebenso ist die eigentliche Ursache des Alzheimer-Leidens noch immer unbekannt. Vieles deutet darauf hin, dass es mehrere Auslöser gibt.

Erbliche Faktoren

Nur in Ausnahmefällen lösen Genveränderungen eine Alzheimer-Krankheit aus: Dann bricht die Demenz schon in jüngerem Alter aus. Dies kann zum Beispiel passieren, wenn die Erbinformation des Amyloid-Vorläufer-Proteins (APP) geschädigt ist. Es bilden sich vermehrt schädliche Spaltprodukte von APP, die den Hauptanteil der Plaques bilden. Ähnlich wirken sich Veränderungen anderer Gene aus, der Präseniline. Sie erhöhen die Aktivität von Schneidemolekülen, die das APP in seine krankmachenden Bestandteile zerlegen, und beschleunigen deshalb ebenfalls die Klumpenbildung im Gehirn und somit Alzheimer.

Der wichtigste genetische Risikofaktor bei Alzheimer ist ein Molekül (ApoE), welches am Transport von Cholesterin im Blut beteiligt ist. Die Erbinformation für ApoE kommt in drei Varianten vor. Eine Variante (ApoE4) erhöht das Krankheitsrisiko von Alzheimer um etwa das Zwei- bis Dreifache, eine andere Variante (ApoE2) senkt das Risiko. Ein Bluttest könnte zwar klären, welche dieser Genvarianten ein Mensch in sich trägt. Ärzte- und Patientenverbände empfehlen diesen Test jedoch nur, um die Sicherheit der Diagnose bei schon bestehenden Gedächtniseinbußen zu erhöhen. Diese Untersuchung bei Alzheimer-Betroffenen oder ihren Verwandten kommt dann in Betracht, wenn ein bestimmtes Vererbungsmuster vorliegt.


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