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Krankheiten referenzindex «Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)»

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

Beschreibung

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine neurodegenerative Erkrankung. In ihrem Verlauf werden die Nerven zerstört, die für die Muskelsteuerung verantwortlich sind (Motoneurone). Mediziner bezeichnen ALS auch als Myatrophe Lateralsklerose, Lou-Gehrig-Syndrom oder Charcot-Krankheit.

Warum bei Amyotropher Lateralsklerose die Nerven zugrunde gehen, ist noch unbekannt. Es scheint aber eine familiäre Veranlagung zu geben.

Die ersten Anzeichen für Amyotrophe Lateralsklerose sind meist Lähmungen oder Krämpfe in den Muskeln der Hände, der Beine oder des Mundes. Die Symptome ähneln zum Teil denen anderer neurodegenerativer Erkrankungen, beispielsweise der Parkinson-Krankheit.

Im weiteren Verlauf der Amyotrophen Lateralsklerose verlieren die Betroffenen schrittweise die Muskelkraft. Es kommt in weiten Teilen des Körpers zu:

  • Muskelschwäche
  • Muskelschwund
  • Spastiken (Verkrampfungen)

Die Betroffenen können schließlich den Alltag nicht mehr alleine bewältigen. Bei Patienten mit ALS bleiben aber das Bewusstsein, alle Sinneswahrnehmungen und der Intellekt intakt. Die Amyotrophe Lateralsklerose ist nicht heilbar und endet in der Regel nach wenigen Jahren mit dem Tod.

Amyotrophe Lateralsklerose kommt vergleichsweise selten vor. Experten schätzen, dass etwa zwei von 100.000 Menschen pro Jahr neu daran erkranken. In Europa werden mehr Fälle gezählt als in andern Regionen der Erde. Männer sind häufiger von ALS betroffen als Frauen (1,5-2:1), das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 65 Jahren.

 


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