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Krankheiten referenzindex «Angina pectoris (Herzenge)»

Beschreibung

Angina pectoris (Herzenge) ist das Hauptsymptom bei Patienten mit einer Arteriosklerose der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit = KHK). Bei einem Angina pectoris-Anfall kommt es zu einer vorübergehenden Minderversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff. Die Koronare Herzkrankheit gehört zu den wichtigsten Volkskrankheiten.

10 Fakten über Angina pectoris

Die Pflanzenheilkunde setzt zum Beispiel Rosmarin, Kampfer, Galgant und Weißdorn gegen Herzenge ein.

Die Sonderform Prinzmetal-Angina hat ihren Namen vom amerikanischen Kardiologen Myron Prinzmetal.

Typische Symptome bei Männern sind Brustschmerzen, bei Frauen Müdigkeit und Magenbeschwerden.

Nikotin, Übergewicht, fettiges Essen und Bewegungsmangel begünstigen eine Angina pectoris.

Nitro-Präparate erweitern die Herzkranzgefäße und verbessern so die Durchblutung des Herzens.

Bei einem akuten Anfall sollte sich der Patient mit erhöhtem Oberkörper hinlegen.

Vor den Wechseljahren schützen die weiblichen Sexualhormone Frauen vor verkalkten Herzkranzgefäßen.

Arterienverkalkung kommt schon bei Kindern vor, wenn sie übergewichtig sind.

Wer an Angina pectoris leidet, sollte keinen Extremsport (wie Tiefseetauchen) betreiben.

Wirksame Medikamente gegen Herzenge sind Beta-Blocker, Kalziumantagonisten und Nitrate.

Es gibt verschiedene Formen der Angina pectoris. Die chronische Koronare Herzkrankheit ist die Hauptursache der stabilen und instabilen Angina pectoris.

» Stabile Angina pectoris: Beschwerden wie Schmerzen in der Herzgegend (meist hinter dem Brustbein), Engegefühl im Brustkorb und Atembeklemmungen werden durch bestimmte Faktoren ausgelöst, zum Beispiel durch körperliche und psychische Belastung. Die Beschwerden lassen nach, wenn die Belastung endet oder die Patienten bestimmte Medikamente (z.B. Nitrospray) einnehmen.

» Instabile Angina pectoris: Hier treten Symptome neu oder verstärkt auf oder lassen sich, im Rahmen einer bis dato stabilen Angina pectoris, nicht mehr durch Ruhe oder bislang wirksame Medikamente bekämpfen - die stabile wird zur instabilen Angina pectoris. Bei einer instabilen Angina pectoris ist das Risiko eines Herzinfarkts sehr hoch. Sie sollten daher umgehend den Notarzt rufen!

» Prinzmetal-Angina: Bei dieser sehr seltenen Sonderform der Angina pectoris verkrampfen sich die Herzkranzgefäße (Koronarspasmus). Die Beschwerden treten unabhängig von einer Belastung auf, zum Beispiel während des Schlafs. Auch hier ist das Risiko eines Herzinfarkts erhöht.

Schmerzen im Brustbereich veranlassen viele Menschen, den Notarzt zu rufen. Allerdings müssen Brustschmerzen nicht immer ein Hinweis auf einen Herzinfarkt sein. Erkrankungen des Magens, der Speiseröhre oder Lunge können ähnliche Beschwerden hervorrufen. Wichtig ist es, die Ursachen der Beschwerden zu erkennen und behandeln zu lassen.


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