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Krankheiten referenzindex «Angststörungen - Diagnose»

Die wichtigste Untersuchungsmethode, um Angststörungen voneinander zu unterscheiden, ist ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch. Der Betroffene schildert seine Angstzustände und mögliche auslösende Umstände. Die Intensität der Angstgefühle und die Auswirkungen auf das Sozialleben helfen, eine Angststörung von einer normalen Angst zu unterscheiden.

Durch genaues Nachfragen - auch zu Kindheit, Jugendzeit, Medikamenten und anderen Erkrankungen - versuchen Ärzte herauszufinden, ob die Angststörung Folge einer anderen Erkrankung ist. Das könnte unter anderem eine Suchterkrankung sein. Ängste können durch den Genuss folgender Substanzen auftreten:

  • Drogen wie LSD
  • Amphetamine
  • Marihuana
  • Koffein

Unabhängig davon können akute Erkrankungen des Gehirns (Gehirnentzündung, bestimmte Gehirntumore) sowie Schizophrenien und Depressionen Ängste auslösen.

Bei allen Angststörungen, für die sich eine andere Erkrankung als Ursache herausfinden lässt, spricht man von einer sekundären Angstsympomatik. Hier behandelt der Arzt vor allem die Grunderkrankung und erst in zweiter Linie die Angstsymptome. Um sicherzugehen und körperliche Ursachen auszuschließen, müssen in Einzelfällen Blutabnahmen, Ultraschalluntersuchungen oder eine Computer- beziehungsweise eine Kernspintomografie des Schädels durchgeführt werden. Echte Angststörungen sind im Gegensatz dazu primäre Angsterkrankungen, für die es keine andere medizinische Erklärung gibt.

Bei der genauen Einordnung zu einer bestimmten Angststörung helfen auch sogenannte Angst-Fragebögen. Diese werden danach unterschieden, ob sie der Betroffene selbst ausfüllt (Selbstbeurteilungsbogen) oder ob dies der Untersucher tut (Fremdbeurteilungsbogen). Ein häufig zur Selbstbeurteilung herangezogener Fragebogen ist das "State-Trait-Anxiety-Inventory", kurz STAI genannt. Ärzte oder Psychotherapeuten verwenden zum Beispiel die "Hamilton Angstskala" (HAMA).


Kommentar «Angststörungen - Diagnose»