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Krankheiten referenzindex «Brustkrebs - Duktales Mammakarzinom»

Brustkrebs - Duktales MammakarzinomBrustkrebs - Duktales MammakarzinomBrustkrebs - Duktales Mammakarzinom

Brustkrebs der Milchgänge - Entstehung

Es gibt verschiedene Arten von Brustkrebs. Am häufigsten (ca. 80 Prozent) ist das duktale Mammakarzinom - ein Brustkrebstyp, der von den Epithelzellen der Milchgänge ausgeht. Beim lobulären Karzinom entspringt der Tumor dagegen von den Zellen der Drüsenläppchen. Diese Brustkrebsform tritt nur bei 5 bis 15 Prozent der Patientinnen auf.

Bösartige Tumoren entstehen meist in der oberflächlichsten Schicht, den sgenannten Oberflächenzellen (Epithelien). Bleibt der Tumor innerhalb  des Milchganges, sprechen Mediziner vom Duktalen Carcinoma in situ (DCIS). In vielen Fällen entwickelt sich das duktale Karzinom aus DCIS – das sind Brustkrebsvorstufen (Präkanzerosen). Es kann Jahre dauern, bis daraus tatsächlich Brustkrebs entsteht.

Kurz erklärt

Multizentrisch: Ein zweites Karzinom in einem zweiten Quadranten.

Multifokal: Ein zweites Karzinom im gleichen Quadranten bzw. in unmittelbarer Umgebung

Der Tumor durchbricht die Basalmembran und dringt ins umliegende Gewebe vor (invasiv bzw. infiltrativ). In diesem Stadium können sich die Tumorzellen in die Lymph- und Blutgefäße ausbreiten und bösartige Absiedelungen (Metastasen) in den Lymphknoten und anderen Organen bilden.

In etwa einem Drittel der Fälle wachsen diese Tumoren multizentrisch, das heißt, es gibt ein zweites Karzinom in einem weiteren Quadranten der Brust. Nur in etwa drei Prozent der Fälle findet sich der Krebs auch in der zweiten Brust.

Duktales Karzinom - Diagnose

Die Diagnosemethoden sind Inspektion, Tastbefund, Ultraschall, Mammografie und eine Gewebeentnahme (Biopsie: Stanz- oder Vakuumbiopsie). In manchen Fällen ist auch eine Magnetresonanztomographie (Mamma-MRT) notwendig. So lässt sich invasiver Brustkrebs in der Regel mit Sicherheit diagnostizieren.

Brustkrebs - das Grading

Es gibt verschiedene Ausformungen dieses Brustkrebstyps, die auch mit unterschiedlichen  Prognosen verbunden sind. Insgesamt unterscheiden Mediziner beim duktalen Karzinom drei Stufen - Grading 1, 2 und 3 (gut, mäßig, schlecht differenziert). Gut differenziert heißt, dass die Zellen normalen Zellen noch am ähnlichsten sind. Schlecht differenziert bedeutet dagegen eine große Ähnlichkeit mit entarteten Krebszellen. Bei dieser Einteilung spielen die Größen- u. Formabweichungen der Zellkerne (Kernpolymorphie), die Zellteilungsrate (Mitoserate) und die Differenzierung der Zellen eine Rolle.

Brustkrebs - Therapie

Duktale Karzinome bilden meist einzelne Tumorherde. In diesem Fall kann brusterhaltend operiert werden (BET). Manche duktalen Karzinome haben einen hohen Anteil an DCIS. Dieser kann viel ausgedehnter sein als der eigentliche invasive Tumor. Je größer dieser Anteil, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Brust entfernt werden muss (Mastektomie o. Ablatio).

Nur etwas mehr als die Hälfte der duktalen Karzinome enthalten Hormonrezeptoren (Östrogen = ER, Progesteron = PgR). Dabei spielen das Alter und der Menopausenstatus eine Rolle. Je älter die Patientin ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie einen hormonempfindlichen Tumor hat.

Die Therapie des duktalen Karzinoms besteht in der Regel aus mehreren Bausteinen:

  • Operation (BET/Ablatio),
  • Chemotherapie,
  • Strahlentherapie.
  • Ist der Tumor hormonempfindlich, kommt eine Anti-Hormontherapie (= Hormonentzug) in Frage.
  • Sind HER2-Rezeptoren vorhanden, versucht man eine Antikörpertherapie. 25 bis 30 Prozent der Brustkrebspatientinnen sind HER2-positiv.

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