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Krankheiten referenzindex «Bulimie - Symptome»

Essanfälle ...

Folgende Zeichen deuten auf eine Essstörung, wie Bulimie hin: Essanfälle kehren in unregelmäßigen Abständen immer wieder. Bis zu 20 Mal am Tag wird in sich hineingestopft, bis zu 10.000 Kalorien pro Anfall. Mindestens zwei Essanfälle wöchentlich über einen Zeitraum von drei Monaten gelten als Hinweis für die Diagnose Bulimie.

Personen mit Ess-Brech-Sucht haben das Gefühl, ihr Essverhalten während des Anfalls nicht kontrollieren zu können. Im Anschluss kommen Scham- und Schuldgefühle oder eine depressive Stimmungslage auf.

An ihnen nagt eine krankhafte Furcht vor einer Gewichtszunahme. Sie wiegen sich täglich, haben dabei aber meist Normalgewicht, selten Untergewicht.

... wieder rückgängig machen

Nach dem Essanfall versuchen  Menschen mit Bulimie, durch verschiedene Methoden die Kalorienaufnahme rückgängig zu machen:

  • Erbrechen nach dem Essen: Anfangs wird das Erbrechen mit der Hand (oder der Zahnbürste) ausgelöst, später läuft es reflexhaft ab (habituelles Erbrechen) und kann teilweise allein durch Gedanken ausgelöst werden. An den Fingern und Handrücken von Betroffenen finden sich häufig Schwielen oder leichte Verletzungen durch das künstliche Auslösen von Erbrechen
  • Medikamentenmissbrauch von Abführmitteln, Appetitzüglern und entwässernden Medikamenten (Diuretika)
  • Extreme sportliche Aktivität
  • Strenge Diäten und Fastenkuren

Um die Ess-Brech-Anfälle geheim zu halten, geraten viele Patienten mit Bulimie in eine soziale Isolation, sodass oft nicht einmal Familienangehörige oder Freunde um die Erkrankung wissen. Hinzu kommen finanzielle Schwierigkeiten, da Nahrungsmittel und Medikamente viel Geld kosten. Nicht selten gehen Depressionen, Selbstverstümmelungshandlungen und Selbsttötungsgedanken mit der Krankheit einher. Ein Teil der Betroffenen bekommt im Krankheitsverlauf eine Persönlichkeitsstörung.

Körperliche Schäden

Die Ess-Brech-Sucht führt nach einer Weile auch zu einer Reihe schwerer körperlicher Schäden:

Erbrechen

Die Speicheldrüsen schwellen an, die Mundwinkel sind wund. Die Magensäure greift den Zahnschmelz an (Karies), verursacht Schleimhautentzündungen der Speiseröhre (Ösophagitis) und des Magens (Gastritis). Erneutes Erbrechen führt dann oft zu weiteren Verletzungen (schmerzhafte Blutungen, Organdurchbrüche, Vernarbungen). Durch häufiges Erbrechen fehlen lebenswichtige Salze, was wiederum zu Herzrhythmusstörungen und Verstopfung führen kann. Wenn Magensaft in die Luftwege gerät, besteht im Extremfall die Gefahr zu ersticken oder eine Lungenentzündung zu bekommen.

Fastenkuren

Mangelernährung schädigt das Herzkreislaufsystem, kann Schilddrüsenkrankheiten auslösen und die Knochen brüchig machen (Osteoporose). Häufig bleibt die Menstruation aus. Ein ungeborenes Kind einer bulimiekranken Mutter wächst nicht richtig und kann bleibende Schäden davontragen.


Kommentar «Bulimie - Symptome»