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Krankheiten referenzindex «Burnout»

celeste clochard/Fotolia.com

Der Begriff Burnout kommt aus dem Englischen und bedeutet "ausgebrannt, total erschöpft". Lehrer leiden darunter ebenso wie Manager, Krankenschwestern oder Alleinerziehende. Aber auch bei Rentnern, Menschen, die keinem Beruf nachgehen, und Hausfrauen können sich die Energieakkus leeren. Bislang gibt es keine allgemeingültige Definition des Burnout-Syndroms. Unklar ist deshalb auch, wie viele Menschen tatsächlich vom Burnout betroffen sind.

Tiefe Frustration, totale Erschöpfung

Fachleute beschreiben Burnout als einen Zustand körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung. Dieser Zustand wird von Unruhe, Anspannung, Motivationslosigkeit, Leistungseinbußen und psychosomatischen Beschwerden begleitet.

Kurz erklärt
"Burnout ist wie Pornographie - ich bin nicht sicher, ob ich es definieren kann, aber wenn ich es sehe, weiß ich was es ist" (Richard Bolles, US-amerikanischer Arbeitswissenschaftler)

In der Regel ist das Burnout-Syndrom die Folge einer starken Überlastung, die oft beruflich bedingt ist. Die Gründe sind beispielsweise Überforderung und mangelnde Anerkennung in Form von Lob, Aufstieg auf der Karriereleiter oder besserer Entlohnung. Frustrierend können aber auch bürokratische Hürden sein, die das Erreichen von Zielen extrem erschweren.

Für viele ist es besonders frustrierend, wenn sie ein selbst gestecktes Lebensziel verfehlen beziehungsweise es erreichen, aber nicht das erhoffte Zufriedenheitsgefühlt verspüren.

Burnout kann jeden treffen

Burnout wurde zuerst im Zusammenhang mit sozialen Berufen beschrieben. Beobachtet wurde es bei ehrenamtlichen Helfern sowie Personen, die in Heil- und Pflegeberufen arbeiten. Das für das Burnout-Syndrom typische "Ausbrennen" lässt sich hier gut nachvollziehen. Meist arbeiten in diesen Berufen Menschen, die ein hohes Maß an Idealismus mitbringen, bis zur körperlichen und emotionalen Belastungsgrenze arbeiten und dafür oft wenig Anerkennung erhalten.

Inzwischen wurde der Burnout-Begriff auf fast alle Berufsgruppen sowie Nichtberufstätige ausgedehnt. Fachleute sind sich heute weitgehend einig, dass einem Burnout nicht unbedingt ein "Brennen" vorausgehen muss, also ein übergroßes Engagement. Vielmehr kann Burnout auch ganz normal engagierte Menschen treffen, die unter zu starkem Druck stehen, beispielsweise infolge von Mobbing.


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