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Krankheiten referenzindex «Chlamydien-Infektion»

Chlamydien-InfektionChlamydien-InfektionChlamydien-Infektion

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Chlamydien sind Bakterien, die - je nach Untergruppe - verschiedene Erkrankungen hervorrufen können. Folgende Untergruppen gibt es:

Chlamydia trachomatis verursacht Geschlechtskrankheiten und Entzündungen am Auge.

Chlamydien-Infektionen zählen heute zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten. Je nach Altersgruppe sind etwa zehn Prozent der Bevölkerung mit Chlamydien (Chlamydia trachomatis) infiziert. Viele Frauen sind von dem Erreger befallen, ohne etwas davon zu merken (asymptomatische Infektion). Diese unerkannten Infektionen führen leicht zu weiteren Ansteckungen.

In tropischen und subtropischen Regionen rufen die Erreger außerdem eine entzündliche Bindehautentzündung hervor, das so genannte Trachom. Es ist dort eine der häufigsten Ursachen für Erblindung. Mit einer geeigneten Therapie gegen die Chlamydien (Antibiotika) lässt sich die Erblindung jedoch verhindern.

10 Fakten über Chlamydien

Die Chlamydieninfektion zählt zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten.

Gesetzliche Krankenkassen bezahlen Mädchen und Frauen unter 25 Jahren jährlich einen Chlamydientest.

Eine Chlamydieninfektion in der Schwangerschaft kann eine Fehl- oder Frühgeburt auslösen.

Bei mindestens der Hälfte aller infizierten Frauen und Männer zeigen sich keine Symptome.

Bei Neugeborenen kann eine Infektion zu Bindehautentzündung oder Lungenentzündung führen.

Geschätzte drei bis zehn Prozent der deutschen Frauen (und noch mehr Männer) sind mit Chlamydien infiziert.

Chlamydien sind kugelförmige Bakterien mit einer Größe von etwa 0,0003 Millimetern.

Unbehandelt kann eine Chlamydieninfektion unfruchtbar machen.

Chlamydien werden durch Sex übertragen, nicht aber durch Küssen oder gemeinsame Toilettenbenutzung.

Zwischen Ansteckung und den ersten Symptomen können Monate vergehen.

Chlamydia pneumoniae kann Entzündungen der Bronchien (Bronchitis) und der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) hervorrufen. Diese Chlamydien sind weit verbreitet. Sie führen gegebenenfalls zu einer Lungenentzündung (so genannte atypische Pneumonie), die meist mild verläuft.

Chlamydia psittaci ist der Erreger der Papageienkrankheit (Ornithose), die auch auf den Menschen übertragbar ist. Diese Erkrankung ist sehr selten und ähnelt einer schweren Lungenentzündung.

Aufgrund der möglichen Folgen und Komplikationen sollten die Chlamydien-Infektionen ernst genommen und behandelt werden.


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