Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Vollständiger Artikel

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

Krankheiten referenzindex «Cholesterinspiegel, erhöht (Hypercholesterinämie)»

Beschreibung

Der Cholesterinspiegel gibt die Gesamtmenge an Cholesterin im Blut an. Man unterscheidet HDL (High Density Lipoprotein, "gutes" Cholesterin) und LDL (Low Density Lipoprotein, "schlechtes" Cholesterin). Die Cholesterinmenge wird in Milligramm pro Deziliter (mg/dl, alte Einheit) oder Millimol pro Liter (mmol/l, SI-Einheit) angegeben.

Zielwerte

Die Zielwerte für den Cholesterinspiegel hängen davon ab, ob weitere Risikofaktoren für eine Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) vorliegen. Dazu gehören beispielsweise Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck oder Diabetes.

RisikoprofilLDL mg/dl (mmol/l)
Moderates kardiovaskuläres Risiko
< 115 (3,0)
Hohes kardiovaskuläres Risiko< 100 (2,5)
Sehr hohes kardiovaskuläres Risiko*< 70 (1,8)

*Zu dieser Kategorie gehören Patienten mit Koronarer Herzerkrankung (KHK) und/oder Diabetes Mellitus und/oder einer mäßigen bis schweren chronischen Niereninsuffizienz.

Für das HDL-Cholesterin wurden bislang keine genauen Zielwerte festgelegt. In der Literatur wird für Männer meist ein HDL-Cholesterinwert von > 40 mg/dl (1,0 mmol/l) empfohlen, für Frauen > 50 mg/dl (1,3 mmol/l). Grundsätzlich gilt: Ein niedriges HDL-Cholesterin erhöht die Herzinfarkt- und Sterberate von KHK-Patienten. Dies ist auch dann der Fall, wenn das LDL-Cholesterin unter 70 mg/dl (1,8 mmol/l) liegt.

Gute Fette, schlechte Fette

Cholesterin gehört zur Gruppe der Fette im Körper. Zusammen mit den Triglyzeriden ist es ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen, die jede Zelle des Körpers umgeben. Außerdem ist Cholesterin ein Grundbaustein für einige lebenswichtige Hormone und spielt eine entscheidende Rolle im Energiehaushalt. Die Leber stellt aus Cholesterin Gallensäuren her. Diese werden über die Gallenblase in den Darm entleert und sind dort an der Verdauung der aufgenommenen Fette beteiligt.

Der Cholesterinspiegel hängt von der Cholesterinzufuhr über die Nahrung und von der Produktion von körpereigenem Cholesterin in der Leber ab. Im Blut ist das Cholesterin an bestimmte Proteine (Eiweißstoffe) gebunden. Diese Verbindungen ermöglichen den Transport der wasserunlöslichen Fette im Blut. Man nennt sie Lipoproteine, da sie aus Fett (Lipide) und Eiweiß (Proteine) bestehen. Entsprechend der Aufteilung von Fett- und Eiweißanteil spricht man von LDL, HDL und VLDL-Cholesterin (Very Low Density Lipoprotein).

LDL-Cholesterin transportiert das Cholesterin von der Leber in die Gefäße. Dort wird es abgelagert und führt zur Arteriosklerose. HDL-Cholesterin transportiert das Cholesterin dagegen von den Gefäßen in die Leber. Ein hoher HDL-Spiegel ist deshalb mit einem verminderten Arteriosklerose-Risiko verbunden.


Kommentar «Cholesterinspiegel, erhöht (Hypercholesterinämie)»