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Krankheiten referenzindex «Dekubitus - Vorbeugen»

Ein Druckgeschwür belastet jeden Patienten. Es ist meist schmerzhaft und schränkt den Alltag und die Freizeitaktivitäten extrem ein. Viele Betroffene ziehen sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurück, einige entwickeln Depressionen. Ist ein Dekubitus erst einmal entstanden, dauert es sehr lange, bis er therapiert ist.

Risiko einschätzen

Um ein Druckgeschwür zu verhindern, muss man die Risikofaktoren kennen und abschätzen, welches individuelle Risiko ein Patient hat. Dazu zählen zum Beispiel die Aktivität des Betroffenen, seine Mobilität sowie seine Fähigkeit auf druckbedingte Beschwerden zu reagieren. Darüber hinaus spielen auch die Feuchtigkeit der Haut, der Ernährungszustand und Scherkräfte auf der Haut eine Rolle bei der Entstehung von Druckgeschwüren.

Zur Einschätzung solcher Risiken verwenden Pflegende bestimmte Dokumentationsbögen, zum Beispiel die Braden-Skala. Für verschiedene Risikofaktoren werden jeweils ein bis vier Punkte vergeben. Am Ende der Skala werden alle Punkte addiert. Ein Wert von 18 Punkten und weniger bedeutet kein Dekubitus-Risiko. Je geringer die Zahlen, desto höher das Risiko. Beträgt die Punktzahl weniger als neun, hat der Patient ein sehr hohes Risiko für ein Druckgeschwür.

Vorbeugemaßnahmen

Zur Vorbeugung von Dekubitus sind bestimmte Maßnahmen wichtig:

  • Der Patient wird auf spezielle Matratzen gelagert und regelmäßig umgelagert.
  • Pflegende und Physiotherapeuten mobilisieren ihn regelmäßig und führen Bewegungsübungen durch.
  • Die "geistige Mobilität" des Patienten wird gefördert, denn sie ist eine wichtige Voraussetzung für die körperliche Bewegung. Lesen, Radio hören, Fernsehen, Gespräche – all dies regt den Geist an und hält auch den Körper fit.
  • Spezielle Matratzen sorgen dafür, dass der Druck der gefährdeten Körperregionen auf eine größere Auflagefläche verteilt wird und er nur über eine kurze Zeit einwirkt. Bei bestimmten Matratzen verändert sich der Druck in der Matratze ständig, gesteuert durch einen Motor.
  • MiS Micro-Stimulation: Hierbei versucht man, dem Patienten mit einem "Stimulations-System" - einer Art elektrisch gesteuerten Matratze - mehr Körpergefühl zu vermitteln. Dies geschieht durch Berührungen und kleine Bewegungen; der Patient soll sich so mehr von sich aus bewegen.
  • Richtige Hautpflege.
  • Ausgewogene Ernährung: Sie kann zwar einen Dekubitus nicht verhindern, aber die Risikofaktoren beeinflussen, zum Beispiel den Hautzustand. Wichtig sind ausreichend Kalorien, Eiweiß, Spurenelemente und Vitamine.
  • Behandlung der Grund- oder Begleitkrankheiten.

Kommentar «Dekubitus - Vorbeugen»