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Krankheiten referenzindex «Depression - Ursachen»

Depression - Ursachen

Die Ursachen der Depression sind bis heute unbekannt. Meist müssen mehrere innere und äußere Einflussfaktoren zusammenkommen, damit die Krankheit entsteht. Neben einer genetischen Veranlagung spielen bei Depressionen auch psychosoziale Aspekte eine Rolle.

Erklärungsansätze

Vieles ist noch nicht restlos geklärt, aber es gibt Hinweise, dass während einer Depression die Hirntätigkeit verändert ist. Bei jedem Sinneseindruck, jedem Gefühl und jedem Gedanken sind Nervenzellen aktiv. Sie kommunizieren untereinander über elektrische Impulse und Botenstoffe, sogenannte Neurotransmitter.

Eine Hypothese besagt, dass der Hirnstoffwechsel bei einer Depression gestört ist. Die Theorie: Serotonin, Noradrenalin und andere Botenstoffe geraten aus der Balance und stören so den Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen. Das schlägt sich auch in den Gefühlen und Gedanken nieder und hat Antriebslosigkeit, Appetitmangel oder Schlaflosigkeit zur Folge. Bewiesen ist diese Hypothese für Depressionen jedoch nicht.

Andere Erklärungsansätze machen eine Fehlregulation der Stresshormone für die Depression verantwortlich. Weiterhin gibt es Hinweise, dass eine gestörte Schlaf-Wach-Regulation eine ursächliche Rolle bei der Entstehung von Depressionen spielt.

Auslöser

Schwere psychische Belastungen und Konflikte können zum Ausbruch einer depressiven Phase beitragen. Dies ist jedoch eher die Ausnahme als die Regel. Auch wenn viele Laien das erwarten - die Depression muss keine nachvollziehbare, verständliche Reaktion auf schwierige Lebensumstände sein! Schwere Schicksalsschläge führen zwar in der Regel zu Trauer, gedrückter Stimmung und Störungen der Befindlichkeit, jedoch nicht zwangsläufig zu einer Depression.

Erkrankungen und Medikamente

Schwere oder chronische körperliche Erkrankungen können eine Depression begünstigen. Besonders Gehirnerkrankungen und Hormonstörungen, beispielsweise eine Schildrüsenunter- oder -überfunktion, beeinflussen die Gefühlswelt von innen.

Ebenso kann die Einnahme bestimmter Medikamente auf die Stimmung schlagen. Dazu gehören unter anderem Herz-Kreislauf-Medikamente wie Beta-Blocker, aber auch Kortison und verwandte Stoffe, hormonelle Verhütungsmittel ("die Pille") und einige neurologische Medikamente (Antiepileptika und Parkinsonmittel).


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