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Krankheiten referenzindex «Diabetes mellitus Typ 2 - Diagnose»

Diabetes mellitus Typ 2 - DiagnoseDiabetes mellitus Typ 2 - DiagnoseDiabetes mellitus Typ 2 - Diagnose

Blutzucker messen

Besteht der Verdacht auf Diabetes mellitus Typ 2 - etwa wegen bekannter Risikofaktoren - ist der erste Diagnoseschritt die Blutzuckermessung. Prinzipiell gibt es dafür verschiedene Methoden. Für die Diabetes-Diagnose ist aber die Bestimmung des Nüchternblutzuckers im Blutplasma der entscheidende Test (nüchtern = 8 Stunden ohne Nahrungsaufnahme). Dazu entnimmt der Arzt dem Patienten Blut aus einer Vene und lässt den Glukosegehalt im Labor bestimmen.

Blutzucker-Maßeinheiten

"mg/dl" steht für Milligramm Glukose pro Deziliter Blut.

"mmol/l" gibt die Anzahl der Blutzuckermoleküle pro Liter Blut an.

Beurteilung der Messwerte

Bei gesunden Menschen beträgt der Nüchternblutzucker weniger als 100 mg/dl (5,6 mmol/l) Blut.

Liegen die Nüchternwerte bei mehr als 126 mg/dl (7,0 mmol/l) oder ein gelegentlich gemessener Wert bei über 200 mg/dl (11,1 mmol/l), lässt sich die Diagnose Diabetes mit Sicherheit stellen.


Normalgestörte GlukosetoleranzDiabetes
Nüchtern-Wert< 100 mg/dl
(< 5,6 mmol/l)
≥ 100 bis < 125 mg/dl
(≥ 5,6 bis < 6,9 mmol/l)
≥ 126 mg/dl
(≥ 7,0 mmol/l)
Nicht-nüchtern Wert< 140 mg/dl
(< 7,8 mmol/l)
≥ 140 bis < 199 mg/dl
(≥ 7,8 bis < 11,0 mmol/l)
≥ 200 mg/dl
(≥ 11,1 mmol/l)

Wenn der Nüchternblutzuckerwert zwischen 100 bis 126 mg/dl (5,6 bis 7,0 mmol/l) liegt, kann ein oraler Glukose-Toleranztest (oGTT) durchgeführt werden. Ein Diabetes mellitus liegt vor, wenn der Blutzuckerwert zwei Stunden nach dem Zuckergetränk mehr als 200 mg/dl (11,1 mmol/l) beträgt.

Die früher durchgeführte Harnzucker-Untersuchung spielt für die Früherkennung und Diagnostik heute keine entscheidende Rolle mehr. Zusätzlich wird bei Diabetes mellitus aber der HbA1c-Wert bestimmt. Er eignet sich zwar nicht zur Diagnose "Diabetes", aber bei bereits bekannter Zuckerkrankheit zur Beurteilung der Blutzucker-Einstellung in den letzten zwölf Wochen. Der HbA1c-Wert wird daher auch "Blutzucker-Gedächtnis" genannt.

Diagnose von Folgeerkrankungen

Nach der Diagnose Diabetes mellitus Typ 2 kontrolliert der Arzt zusätzlich:

  • Augenhintergrund
  • Nierenwerte
  • Blutfettwerte
  • Nerven
  • Urin
  • Blutdruck
  • Füße

So kann der Arzt frühzeitig eventuelle Diabetes-Folgeerkrankungen erkennen und behandeln. Alle Ergebnisse sollten in den Gesundheitspass Diabetes eingetragen werden.


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