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Krankheiten referenzindex «Diabetes mellitus Typ 2 (Zuckerkrankheit)»

Diabetes mellitus Typ 2 (Zuckerkrankheit)Diabetes mellitus Typ 2 (Zuckerkrankheit)

Beschreibung

Diabetes mellitus ist eine häufige Stoffwechselerkrankung, die weltweit zunehmend zu einem Problem wird. Der Körper der Betroffenen kann Kohlenhydrate wie Zucker nur ungenügend verwerten – die Folge ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel. Typ-2-Diabetes beginnt schleichend und wird oft erst sehr spät erkannt.

Die Ursache der Erkrankung ist einerseits eine Insulinresistenz (verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen für das blutzuckersenkende Hormon Insulin), andererseits ein Insulinmangel ("Erschöpfung" der Insulin-produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse).

Typ-2-Diabetes wurde früher auch als "nicht insulinabhängiger Diabetes" oder "Altersdiabetes" bezeichnet. Der Grund: Zum einen ist hier eine Behandlung mit Insulin nicht zwingend notwendig (im Unterschied zum Typ-1-Diabetes). Zum anderen tritt Typ-2-Diabetes in der Regel erst bei älteren Menschen auf. Mittlerweile findet sich diese Form des Diabetes aber zunehmend auch bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen. Fachleute rechnen damit, dass die Zahl der Typ-2-Diabetiker in den nächsten Jahren noch weiter steigt, da die Menschen immer dicker und älter werden.

Häufigkeit

Weltweit gibt es etwa 366 Millionen Diabetiker. Die überwiegende Mehrheit davon leidet an Typ-2-Diabetes. Experten schätzen, dass die Zahl der Erkrankten bis 2030 auf 552 Millionen ansteigen wird.

In Deutschland leben etwa sechs Millionen Erwachsene, bei denen ein Diabetes diagnostiziert wurde. Über 90 Prozent davon sind dem Typ 2 zuzuordnen, nur etwa fünf Prozent dem Typ 1.

Bedenkliche Zuckerwerte

In den Leitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft ist festgelegt, ab welchen Blutzuckerwerten eine Diabetes-Erkrankung vorliegt.

Eine Vorstufe des Typ-2-Diabetes ist die sogenannte pathologische Glukosetoleranz: Der Körper kann hier Kohlenhydrate nicht richtig verwerten. Die pathologische Glukosetoleranz ist häufig von Übergewicht, Bluthochdruck, hohen Blutfettwerten und erhöhten Harnsäurewerten begleitet. Diese Symptome beziehungsweise Erkrankungen werden unter dem Begriff "Metabolisches Syndrom" zusammengefasst.

Zur Diagnose der Diabetes-Vorstufe wird ein Glukose-Belastungstest (oraler Glukose-Toleranztest, oGTT) durchgeführt.

Folgeerkrankungen

Die erhöhten Blutzuckerwerte bei Diabetes schädigen auf Dauer die Blutgefäße und verursachen eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Dadurch kommt es zu Durchblutungsstörungen in verschiedenen Körperregionen. Beispiele für derartige Diabetes-Folgeerkrankungen sind Herzinfarkt und Schlaganfall.


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