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Krankheiten referenzindex «Diabetische Polyneuropathie - Ursachen»

Erklärungsmodelle

Die Ursachen der diabetischen Polyneuropathie sind bislang nicht vollständig geklärt. Sicher ist aber, dass ein schlecht eingestellter Diabetes mit hohen Blutzuckerwerten die Nervenschädigung begünstigt. Wissenschaftler vermuten, dass Zucker-Eiweiß-Verbindungen, die bei zu hohen Blutzuckerwerten entstehen, die Nervenzellfunktionen zunächst stören und dann zum unwiederbringlichen Verlust der Funktion führen.

Auch bestimmte Entzündungsbotenstoffe (Zytokine wie Interleukine, Tumornekrosefaktor α und β) werden bei hohen Blutzuckerwerten vermehrt ausgeschüttet. Sie beeinträchtigen den Stoffwechsel und die Funktion der Nerven.

Möglicherweise sind auch Schädigungen der kleinen Blutgefäße, welche die Nerven versorgen, für die diabetische Polyneuropathie mitverantwortlich. Aufgrund der Nervenschädigung werden Reize aus der Umwelt nicht mehr richtig an das Rückenmark, Gehirn und das autonome Nervensystem weitergeleitet.

Risikofaktoren

Ist ein Diabetes bekannt, erhöhen die folgenden Begleiterkrankungen die Wahrscheinlichkeit, dass im weiteren Verlauf auch eine diabetische Neuropathie hinzukommt:

  • Schlechte Blutzuckereinstellung
  • Bluthochdruck, vor allem bei Diabetes-Typ-1
  • Zu hohe Blutfette (Hypercholesterinämie)
  • Bereits bestehende diabetische Nephropathie oder Retinopathie
  • Nachgewiesene Arteriosklerose
  • Möglicherweise auch Rauchen und Alkoholmissbrauch

Kommentar «Diabetische Polyneuropathie - Ursachen»