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Krankheiten referenzindex «Dissoziative Störungen - Diagnose»

Wichtig für die Diagnose einer dissoziativen Störung sind zum einen die Beschwerden und Symptome, über die der Betroffene selbst berichtet. Manche Patienten leiden zum Beispiel unter häufigen Gedächtnislücken oder finden sich oftmals an Orten wieder, ohne zu wissen, wie sie dort hingelangt sind. Auch persönliche Hintergrundfragen helfen dem Arzt/Therapeut bei der Diagnosestellung (z.B. Fragen zur aktuellen Lebenssituation, zum familiären Hintergrund, zu möglichen psychischen Problemen in der Familie). Hilfreich sind hier auch Informationen von dritter Seite (z.B. frühere ärztliche Befunde, bei Minderjährigen: Berichte von Eltern und Lehrern).

Zum anderen achtet eine Therapeut bzw. Arzt im Gespräch mit dem Patienten auf mögliche Anzeichen für eine dissoziative Störung. Wenn jemand zum Beispiel öfters von einem Moment zum anderen sein Verhalten auffällig ändert, könnte dies eventuell auf eine multiple Persönlichkeitsstörung hinweisen. Auch häufige Erinnerungslücken, die ein Patient während der Besuche beim Therapeut/Arzt zeigt, können aussagekräftig sein.

Weiters können spezielle Fragebögen oder vorgegebene Gesprächsleitfäden („diagnostische Interviews“) einen Fachmann auf die Spur einer dissoziativen Störung bringen.

Meist wird auch eine körperliche Untersuchung (inklusive neurologischer Untersuchung)  durchgeführt (z.B. Seh-, Hörtest). Bei Minderjährigen sucht der Arzt unter anderem auch auf mögliche Anzeichen von Misshandlung oder Missbrauch.

Ausschlussdiagnose

Um sicher zu stellen, dass tatsächlich eine dissoziative Störung vorliegt, müssen andere mögliche Ursachen für die Beschwerden ausgeschlossen werden. So kann eine Amnesie zum Beispiel auch durch Alkohol oder andere auf das Bewusstsein einwirkende Substanzen ausgelöst werden oder nach einem epileptischen Anfall auftreten. In manchen Fällen wird der Gedächtnisverlust auch nur simuliert.


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