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Krankheiten referenzindex «Dissoziative Störungen - Therapie»

Die Therapie dissoziativer Störungen zielt im Allgemeinen darauf ab, deren Ursache – die Verdrängung der traumatischen Ereignisse – aufzuheben. Um die verborgenen Erinnerungen (etwa bei einer dissoziativen Amnesie) an die Oberfläche zu holen, werden die Patienten oftmals auch hypnotisiert. Ist der Zugang geschaffen, kann der Betroffene mithilfe des Therapeuten beginnen, das Trauma zu verarbeiten.

Bei der Therapie der dissoziativen Identitätsstörung (Multiple Persönlichkeitsstörung) wird versucht, die verschiedenen Persönlichkeiten wieder zu integrieren. Die einzelnen Persönlichkeiten sollen verstehen, dass sie Teil einer Person sind und zusammenarbeiten müssen. Trägt ein Patient sehr viele Persönlichkeiten in sich, kann sich die Therapie über Jahre hinziehen. Generell gilt: Eine vollständige Integration lässt sich nicht in jedem Fall erreichen.

Menschen mit einer dissoziativen Störung der Bewegung oder Sinnesempfindung suchen meist Hilfe bei einem „richtigen“ Arzt und nicht bei einem Therapeuten, weil sie glauben, ihre Beschwerden seien körperlicher Natur. Viele wollen auch gar nicht damit konfrontiert werden, dass ihre Probleme möglicherweise psychisch bedingt sind, was eine Behandlung erschwert. Die psychodynamische Therapie versucht, die verdrängten Triebimpulse, die der Theorie zufolge hinter den Konversionssymptomen stecken, anzugehen. Diese Methode bringt aber selten Erfolg. Einen anderen Weg gehen Verhaltenstherapeuten, welche die Konversionssymptome als mehr oder weniger bewusste Aktion der Betroffenen ansehen: Mit Belohnung versuchen sie zu erreichen, dass die Patienten die Symptome aufgeben.

Mehrdimensionale Therapie

Generell gilt: Die Behandlung von dissoziativen Störungen ist mehrdimensional aufgebaut, das heißt das Problem wird aus verschiedenen Richtungen angegangen. Neben der Ursachenbekämpfung kann dazu beispielsweise auch die Beseitigung der Symptome in Form einer symptomzentrierten Therapie gehören (z.B. Krankengymnastik bei Bewegungsstörungen). Bestehen zusätzlich psychiatrische Erkrankungen (wie Borderline oder Phobien) kann eine Psychotherapie oder die Gabe von Medikamenten sinnvoll sein.

Je nach Schweregrad, Dauer und Ausprägung der Symptome werden Patienten mit dissoziativen Störungen ambulant, teilstationär oder stationär behandelt.


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