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Krankheiten referenzindex «Erektile Dysfunktion und Diabetes»

Erektile Dysfunktion und Diabetes

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Zahlen und Fakten

Bei Männern ist die Erektile Dysfunktion (ED, Impotenz) eine der häufigsten Folgeschäden der Zuckerkrankheit. Mehr als 240 Millionen Menschen weltweit leiden unter Diabetes mellitus, in Europa sind es über 50 Millionen. Diabetiker haben nicht nur häufiger Erektionsstörungen als Nichtdiabetiker, die ersten Aussetzer tauchen bei ihnen auch tendenziell in jüngerem Lebensalter auf.

Die Wahrscheinlichkeit für eine Erektile Dysfunktion steigt bei Zuckerkranken mit der Krankheitsdauer, dem Alter und dem Ausmaß der Folgeschäden. Was die Zahlen betrifft, kommen die Studien zu unterschiedlichen Ergebnissen: Zwischen 30 und 50 Prozent der zuckerkranken Männer sollen unter einer Erektionsstörung leiden.

Zerstörerischer Blutzucker

Vor allem langfristig erhöhte Blutzuckerwerte können zu einer Erektilen Dysfunktion führen. Die Zuckermoleküle lagern sich an den Wänden der Blutgefäße ab. Sind die Blutgefäße im Penis durch solche "Zuckerkrusten" verengt, kann nicht genügend Blut in die Schwellkörper fließen – der Penis bleibt schlaff.

Auch die Nervenzellen können unter den erhöhten Zuckerwerten leiden, weil sie nicht ausreichend mit Blut versorgt werden (diabetische Neuropathie). Die Zuckermoleküle setzen sich außerdem direkt an den Nervenenden fest. Die Folge: Die erektionsauslösenden Signale des Gehirns werden nicht weitergeleitet – die Erektion bleibt aus.

Jüngere Forschungsergebnisse zeigen, dass Diabetes auch die Innenwände der Blutgefäße (Endothel) und die glatte Penismuskulatur schädigt. Hinzu kommt, dass viele Diabetiker unter Bluthochdruck leiden und sogenannte Betablocker einnehmen. Diese Medikamente sind ebenfalls bekannt dafür, in Einzelfällen eine Erektile Dysfunktion hervorzurufen.

ED-Therapie bei Diabetes

Der beste Schutz vor einer diabetesbedingten Erektilen Dysfunktion ist ein langfristig gut eingestellter Blutzucker. Gleichzeitig behandelt der Arzt auch mit einem Diabetes einhergehende gesundheitliche Probleme, zum Beispiel:

  • Übergewicht
  • Bluthochdruck
  • Erhöhte Blutfettwerte

Bei der Therapie dieser Begleiterscheinungen achtet der Arzt darauf, dass die eingesetzten Medikamente die Potenzprobleme nicht weiter verschärfen.

Wenn Nervenbahnen und Blutgefäße schon stark geschädigt sind, bleibt als letzte Therapieoption der Erektilen Dysfunktion nur ein operativer Eingriff, beispielsweise das Implantieren eines mechanischen Schwellkörpers.

 


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