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Krankheiten referenzindex «Esssucht (Binge-Eating-Störung)»

Beschreibung

Menschen mit Esssucht werden regelmäßig von Essattacken heimgesucht. Dabei futtern sie nicht nur mehr als der Durchschnittsesser, sondern verschlingen mehr oder weniger wahllos Getränke und Nahrungsmittel in enormen Mengen. Das Gelage (englisch „binge“) dauert mitunter Stunden. Genuss, Hunger oder Sättigung spielen dabei keine Rolle. Charakteristisch für die Binge-Eating-Störung ist, dass die Betroffenen den Essanfall nicht kontrollieren können. Sie hören oft erst auf, wenn ihnen schlecht wird und der Bauch schmerzt.

Anders als Bulimie-Kranke (Ess-Brech-Süchtige) versuchen Esssüchtige nicht, die Kalorien durch Erbrechen, Medikamente oder exzessiven Sport wieder los zu werden. Deshalb sind die meisten Esssüchtigen übergewichtig. Aber auch normalgewichtige Menschen können betroffen sein.

Esssüchtige sind typischerweise älter als Magersüchtige oder Bulimie-Kranke. Die Binge-Eating-Störung tritt überwiegend bei jungen Erwachsenen oder um die Lebensmitte herum auf. Schon Kinder können Essanfälle haben. Das Vollbild der Esssucht ist im Kindesalter allerdings sehr selten.

1994 wurde die Binge-Eating-Störung erstmals als eigenständiges Krankheitsbild im amerikanischen Klassifikationssystem psychiatrischer Störungen (DSM-IV) beschrieben. Sie ist noch deutlich weniger erforscht als die Bulimie oder Magersucht. Deshalb weiß man auch nicht genau, wie viele Esssüchtige es gibt. Experten schätzen, dass rund ein bis drei Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Unter übergewichtigen und adipösen Menschen ist der Anteil der Esssüchtigen vermutlich deutlich höher.


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