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Krankheiten referenzindex «Failed back surgery syndrome (Postdisektomie-Syndrom)»

Schmerzen trotz Operation

Als "Failed-back-surgery-Syndrom" bezeichnen Mediziner Beschwerden beziehungsweise Schmerzen, die sich auch nach einer Bandscheiben- oder Wirbelsäulenoperation nicht bessern (Übersicht Operationstechniken). Nach einer Phase der Linderung können sie wieder voll auftreten. Die Rückenschmerzen können sich nach der Operation sogar verstärken und zusätzlich in die Leistenregion oder in die Beine ausstrahlen.

Die Angaben zur Häufigkeit des Failed-back-surgery-Syndroms variieren sehr stark und hängen unter anderem vom Nachbeobachtungszeitraum ab. Oftmals treten erneute Beschwerden nämlich erst nach einer gewissen Zeitspanne auf. Bei etwa 30 bis 50 Prozent der Patienten bringt eine Operation nicht die erhoffte Besserung oder sogar eine Verstärkung der Beschwerden.

Viele Ursachen

Es gibt viele Ursachen, die zum Failed-back-surgery-Syndrom führen können:

  • Die Entscheidung, die zur Operation geführt hat, war nicht richtig.
  • Es wurde im falschen Wirbelsäulensegment operiert.
  • Die hervorgetretenen Bandscheibenanteile wurden unvollständig entfernt.
  • Die Wirbelsäulenteile ober- und unterhalb des Operationsgebietes müssen danach verstärkte Belastungen aushalten und werden überlastet.
  • Es kommt zu Entzündungen und/oder Narbenbildung im Operationsbereich.
  • Nach der Operation ist die Wirbelsäule in sich instabil.

Vor der OP beachten

Um einem Failed-back-surgery-Syndrom vorzubeugen, sollte daher sehr genau überlegt werden, ob ein operativer Eingriff sinnvoll ist. Dabei ist es wichtig, die Schmerzursache genau abzuklären und den Nutzen sowie mögliche Risiken der Operation zu durchdenken.

Rückenschmerzen ohne weitere Beschwerden sind heute selten ein Grund für eine Bandscheiben- beziehungsweise Wirbelsäulenoperation. Zunächst werden alle Möglichkeiten der konservativen Therapie ausgeschöpft (zum Beispiel Physiotherapie, Medikamente, Akupunktur). Sind die Schmerzen dann immer noch unerträglich, kann eine Operation in Betracht gezogen werden.

Schwierige Therapie

Die Behandlung des Failed-back-surgery-Syndroms ist nicht ganz einfach. Wer an diesem Syndrom leidet, hat schon einige Fehlschläge in Zusammenhang mit seinen Rückenschmerzen erlitten, sodass eine optimale Schmerztherapie notwendig ist.

Die medikamentöse Schmerztherapie ist dabei nur ein Baustein. Sinnvoll ist eine spezielle Schmerztherapie mit einem multimodalen, das heißt aus verschiedenen Therapien, bestehenden Konzept. Die einzelnen Therapiepfeiler werden dabei individuell kombiniert und bauen zum Teil aufeinander auf. Bei sehr starken Schmerzen kann zu Beginn ein stationärer Aufenthalt notwendig sein.

Weitere chirurgische Maßnahmen sind in der Regel nicht empfehlenswert, da sie schon im ersten Schritt nicht das gewünschte Ergebnis geliefert haben. In wenigen Fällen kann eine weitere Operation jedoch sinnvoll sein, wenn die Ursache des Failed-back-surgery-Syndroms eindeutig abgeklärt ist und diese sich durch eine Operation behandeln lässt.


Kommentar «Failed back surgery syndrome (Postdisektomie-Syndrom)»