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Krankheiten referenzindex «Flussblindheit (Onchozerkose)»

Flussblindheit (Onchozerkose)Flussblindheit (Onchozerkose)

Beschreibung

Flussblindheit (Onchozerkose) ist eine chronische Erkrankung, die durch den Fadenwurm Onchocerca volvulus verursacht wird. Sie kommt vor allem in West- und Zentralafrika, aber auch im Yemen und in Mittel- und Südamerika vor.

Die Erreger der Flussbildheit werden als Larven (Mikrofilarien) von blutsaugenden Kriebelmücken auf den Mensch übertragen. Während der monatelangen Wanderung durch den menschlichen Körper reifen die Larven zu geschlechtsreifen Würmern heran. Diese nisten sich bevorzugt im Unterhautgewebe ein, kapseln sich dort bindegewebig ab, sodass Knoten in der Haut entstehen (sogenannte Onchozerkome).

Über mehrere Jahre hinweg können die Weibchen nach der Befruchtung neue Mikrofilarien freisetzen - bis zu 1000 pro Tag. Die Larven verteilen sich im Körper, lassen sich aber vor allem in den kleinen Lymphgefäßen und im Bindegewebe der Haut finden. Sie können aber auch ins Auge einwandern, was gegebenenfalls zur Erblindung führt. Die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) schätzt, dass in einigen afrikanischen Ländern rund die Hälfte aller Männer über 40 Jahren durch die Flussblindheit ihr Augenlicht verloren haben.

Die Kriebelmücken leben in der Nähe von Flüssen. Daher kommt der landläufige Name Flussblindheit. Weltweit leiden mehr als 18 Millionen Menschen an Onchozerkose. Die meisten der Infizierten leben in Afrika.

 


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