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Krankheiten referenzindex «FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)»

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Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine entzündliche Erkrankung des Gehirns oder der Hirnhäute, die durch das FSME-Virus ausgelöst wird. Das Virus wird durch Zeckenstiche übertragen. Im Jahr 2010 gab es in Deutschland 260 Fälle von FSME. Im Vergleich zum Jahr 2009 (313 Fälle) entspricht das einer Abnahme um 17 Prozent. Ein Großteil infiziert sich bei Freizeitaktivitäten mit FSME. Die meisten FSME-Erkrankungen treten in den Monaten Juni bis August auf.

Nach Ausbruch der Krankheit ist eine Therapie der FSME sehr schwierig. Bei etwa zehn Prozent der infizierten Personen befällt das Virus auch das Nervensystem. Wiederum etwa zehn Prozent dieser Patienten leiden an Spätfolgen der FSME: Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und Psychosen stehen hier im Vordergrund, Lähmungen sind dagegen selten. Etwa ein bis zwei Prozent der FSME-Krankheitsfälle, bei denen das Nervensystem befallen ist, führen zum Tod. Gegen FSME gibt es eine vorbeugende Impfung.

FSME tritt fast ausschließlich in Risikogebieten auf. In Deutschland sind dies besonders Landkreise in Süddeutschland, vor allem in Baden-Württemberg, Bayern, Südhessen und Thüringen. Auch Rheinland-Pfalz zählt derzeit zu den Risikogebieten. Diese ändern sich regelmäßig. FSME ist auch in einigen anderen Ländern Europas verbreitet.

Eine weitere Erkrankung, die wie die FSME von Zecken übertragen wird, ist die Borreliose. Dabei handelt es sich um eine Infektion mit Bakterien, den sogenannten Borrelien.


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