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Krankheiten referenzindex «Gallensteine - Therapie»

Gallensteine - Therapie

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Bei den symptomatischen Gallenstein-Trägern (Patienten mit Beschwerden) unterscheiden Mediziner die Therapie der akuten Gallenkolik und jene der Gallensteine.

Führt ein Gallenstein zu einer akuten Gallenkolik, werden krampflösende und schmerzstillende Medikamente eingesetzt. Eine mögliche Infektion der Gallenblase wird mit Antibiotika behandelt. Außerdem darf der Patient in der Regel 24 Stunden nichts essen (Nahrungskarenz; keine fettreichen Speisen, eventuell Nulldiät mit Infusionen).

Operation

Befinden sich Gallensteine in der Gallenblase (Gallenblasensteine) und verursachen Symptome, wird die Gallenblase heute in der Regel chirurgisch entfernt (Cholezystektomie). Im Gegensatz zu früher wird die Gallenblase meist nicht mehr über eine offene Operation entfernt. Stattdessen führen die Ärzte den Eingriff über drei kleine Schnitte in der Bauchdecke (Schlüssellochchirurgie) durch (laparoskopische Cholezystektomie). Befinden sich sehr große Gallensteine mit einem Durchmesser von drei Zentimetern und mehr in der Gallenblase, werden diese in manchen Fällen auch bei Patienten entfernt, die keine Beschwerden haben.

Gallensteine im Gallengang (Gallengangssteine) führen häufig zu Beschwerden. Symptomatische Gallengangssteine müssen, symptomlose können entfernt werden – meist gelingt dies auf endoskopischem Wege (endoskopische Gallengangdarstellung, ERCP).

Alternativen zur Operation

Bei manchen Patienten lassen sich die Gallensteine medikamentös auflösen (systemische Litholyse) oder durch Stoßwellen (Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie; kurz ESWL) zertrümmern. Die Behandlung dauert länger als die operative Therapie und wird meist nur bei Patienten eingesetzt, die nicht operiert werden können. Das Risiko, innerhalb von fünf Jahren nach erfolgreicher Therapie erneut Gallensteine zu entwickeln, liegt hier zwischen 30 und 50 Prozent.


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