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Krankheiten referenzindex «Gebärmuttermyom - Therapie»

Solange Gebärmuttermyome keine Beschwerden verursachen, müssen sie auch nicht behandelt werden. Entstehen durch die gutartigen Knoten (vor allem durch ihre Größe und/oder Lage) allerdings Probleme, sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt über die beste Behandlungsmethode sprechen. Es gibt folgende Möglichkeiten zur Therapie von Myomen:

 

Operation

 

Je nach Lage des Gebärmuttermyoms kann der Arzt das Myom über die Scheide oder durch einen Bauchschnitt operativ entfernen. Eine laparoskopische Operationstechnik ist in vielen Fällen ebenfalls möglich. Hier entfernt ein Chirurg das Myom im Rahmen einer Bauchspiegelung. Das Gebärmuttermyom isoliert zu entfernen ist vor allem bei Frauen sinnvoll, die noch Kinder bekommen möchten. Je nach Sitz des Myoms besteht auch die Möglichkeit, es aus dem Uterus herauszuschälen. Diese Operationstechnik wird von Ärzten als Myomenukleation bezeichnet.

In gewissen Fällen kann es bei einem Myom sinnvoller oder sogar notwendig sein, die gesamte Gebärmutter zu entfernen (Hysterektomie). Das gilt vor allem für Frauen, bei denen der Uterus stark vergrößert ist oder Veränderungen aufweist, die bösartig werden können oder es bereits sind.

Hormone

Eine Hormonbehandlung (eine sogenannte Gestagentherapie) bewirkt, dass sich Myome zurückbilden. Bei großen Gebärmutterknoten ist es sinnvoll, mithilfe der Hormongaben die Myome zuerst zu verkleinern, bevor der Arzt sie operativ entfernt.

Durch spezielle Hormonbehandlungen (GnRH-Analoga) können sich Myome vollständig zurückbilden. Allerdings versetzt diese Behandlung die Patientin künstlich für vier bis sechs Monate in die Wechseljahre. Dies kann unter anderem zu typischen Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Knochenschwund (Osteoporose) und Stimmungsschwankungen führen. Außerdem können die Myome auch nach abgeschlossener Behandlung wieder wachsen, sobald sich der weibliche Hormonspiegel normalisiert hat. Einer Hormonbehandlung folgt daher meist eine operative Entfernung des Myoms.

Transkatheterembolisation

Eine weitere Methode zur Behandlung von Gebärmuttermyomen ist die perkutane Transkatheterembolisation. Dabei verschließt der Arzt die Blutgefäße, die das Myom mit Nährstoffen versorgen. Dadurch bildet sich der entstandene Knoten zurück.

Ultraschall

Ein neueres Verfahren ist die Behandlung des Myoms im Magnetresonanz-Tomografen mittels eines fokussierten Ultraschalls. Die Patientin liegt dabei mit dem Bauch über einer Schallquelle, von der aus hochfrequente Schallwellen auf das Myom gelenkt werden. Durch diese Fokussierung entsteht eine so große Hitze, dass das Myomgewebe abstirbt und vom körpereigenen Immunsystem abgebaut wird. Die Behandlung dauert in etwa drei Stunden. Der fokussierte Ultraschall kann nur bei Myomen angewendet werden, die günstig liegen, sodass während der Behandlung keine anderen Organe geschädigt werden.


Kommentar «Gebärmuttermyom - Therapie»