Medikamente Online-Informationen
Medikamente und Krankheiten Referenzindex

Drugs and diseases reference index
Suche
DE


Medikamente A-Z

Krankheiten & Heilung List

Medizin-Lexikon

Beliebte Medikamente

Popular Krankheiten & Heilung

Krankheiten referenzindex «Gehirnentzündung - Diagnose»

Um eine Gehirnentzündung (Enzephalitis) festzustellen, fragt der Arzt nach den Beschwerden und der Krankengeschichte (Anamnese). Bei der Diagnose helfen Informationen zu allgemeinen Erkrankungen, viralen Infektionen oder auch Zeckenstichen. Neben der Befragung des Patienten, versucht der Arzt auch, eine zweite Beschreibung von einem Verwandten oder Freund zu erhalten. Dies ist notwendig, weil Personen mit Enzephalitis in ihrer Wahrnehmung, ihrem Denken und ihrer Mitteilungsfähigkeit häufig eingeschränkt sind. Wichtige Informationen betreffen auch kürzliche Urlaubsreisen, Kontakt zu Nutztieren oder anderen Menschen mit Gehirnentzündungen.

Als nächstes folgt eine genaue körperliche, neurologische Untersuchung. Dabei fallen neben den beschriebenen Symptomen manchmal Hauterscheinungen oder Störungen des Wasserhaushaltes im Körper auf.

Vermutet der Arzt eine Gehirnentzündung, untersucht er auch Blut und Gehirnflüssigkeit (Liquor cerebrospinalis) des Erkrankten auf Entzündungszeichen (Liquorveränderungen, Erreger- beziehungseise Antikörpernachweis). Eine Probe des Liquor gewinnt er mittels einer Lumbalpunktion. Viele Erreger von Gehirnentzündungen lassen sich jedoch nicht oder nur sehr aufwändig und häufig erst nach Tagen oder Wochen nachweisen. So sind etwa in der Akutphase einer Enzephalitis meist noch keine Erreger im Liquor nachweisbar. Daher kann anfangs oft nur das Beschwerdebild den Weg zur Diagnose "Gehirnentzündung" undihrem Verursacher zeigen. Um die Art des Erregers nachzuweisen, eignet sich die sogenannte Polymerasekettenreaktion (PCR), sie identifiziert schon kleinste Virusmengen.

In aller Regel führt der Arzt bei einem Verdacht auf eine Gehirnentzündung zudem sofort eine Computertomografie (CT) zum Ausschluss anderer Hirnerkrankungen wie etwa einer Hirnblutung durch. Auch eine Kernspintomografie (MRT) ist möglich.

Zudem wird - vor allem bei Gehirnentzündungen, die durch Herpesviren verursacht wurden - eine Elektroenzephalografie (EEG) durchgeführt. Diese kann zwar nur in Ausnahmefällen einen Hinweis auf den Erreger geben, dafür aber die Auswirkungen der Entzündung auf die Hirnfunktion besser und bereits im Frühstadium sichtbar machen.


Kommentar «Gehirnentzündung - Diagnose»