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Krankheiten referenzindex «Gehirnentzündung - Therapie»

Akute Gehirnentzündungen (Enzephalitis) müssen stets im Krankenhaus behandelt und überwacht werden, um mögliche und unter Umständen lebensbedrohliche Komplikationen schnell erkennen und beeinflussen zu können. Die Vorgehensweise richtet sich nach dem Auslöser der Entzündung.

Bei einer Gehirnentzündung gilt es, schnell zu handeln. Da der Erreger der Infektion anfangs meist noch nicht bekannt ist, setzt der Arzt in der ersten Therapiephase eine Kombination aus mehreren Antibiotika und ein Mittel gegen Viren ein.

Erst wenn der Verursacher der Gehirnentzündung eindeutig nachgewiesen ist, setzt er die unwirksamen Mittel ab. Wenn möglich nutzt der Arzt nun spezifisch gegen den Erreger gerichtete Medikamente: Zum Beispiel ein spezielles Antibiotikum (Medikament gegen Bakterien) oder Antimykotikum (Medikament gegen Pilzinfektionen).

Ebenso können einige der durch Viren ausgelösten Gehirnentzündungen mit speziellen antiviralen Medikamenten (Virustatika) behandelt werden. Gegen eine Herpes-Enzephalitis oder Varizella-Enzephalitis kommt in der Regel intravenös verabreichtes Aciclovir zum Einsatz. Wird Aciclovir früh im Erkrankungsverlauf gegeben (bevor der Erkrankte das Bewusstsein verliert), kann es die Überlebenswahrscheinlichkeit sowie die Heilungschancen deutlich verbessern.

Bei Nachweis des Zytomegalie-Virus als Auslöser eignet sich eine Kombination aus den Wirkstoffen Ganciclovir mit Forscarnet.

Bei Bedarf verordnet der Arzt zusätzlich Medikamente gegen epileptische Anfälle und zur Senkung des Hirndrucks. Gegebenenfalls sind auch fiebersenkende Mittel und Schmerzpräparate nötig.


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