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Krankheiten referenzindex «Gehirnerschütterung (Commotio cerebri)»

Beschreibung

Eine Gehirnerschütterung (Commotio cerebri) ist ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma (SHT-1), also eine Schädigung des Gehirns, die zum Beispiel mit Benommenheit bis hin zu einem kurzen Verlust des Bewusstseins (hierzu finden sich in der Literatur verschiedene Angaben von etwa 15 Minuten bis zu drei Stunden) verbunden ist. Meist wird die Gehirnerschütterung durch einen Unfall mit einem Aufschlag des Kopfes hervorgerufen.

Bei einer Gehirnerschütterung sind die Gehirnfunktionen vorübergehend gestört. Schäden der Hirnstrukturen sind aber nicht nachweisbar. Ist mit bildgebenden Verfahren (wie Computertomografie oder Kernspintomografie) eine Verletzung des Gehirns zu erkennen, sprechen Ärzte nicht mehr von einer Gehirnerschütterung, sondern je nach Verletzungstyp zum Beispiel von einer Gehirnblutung, -quetschung, -prellung oder ähnlichem.

Schweregrad

Die Schwere einer Gehirnerschütterung wird üblicherweise nach dem Punktwert in der Glasgow-Coma-Skala (GCS) eingeteilt: In dieser Skala erhält der Patient für bestimmte Reaktionen (Augenöffnen, Reaktion auf Schmerzreize beziehungsweise motorische Reaktion, sowie Kommunikationfähigkeiten), die bei der orientierenden Untersuchung am Unfallort erfasst werden, eine festgelegte Anzahl von Punkten. Diese werden zum Schluss addiert. Der schlechteste Wert ist 3, der beste 15:

GCS-WertSchweregrad
13 bis 15Leichtes Schädel-Hirn-Trauma
9 bis 12Mittelschweres Schädel-Hirn-Trauma
3 bis 8Schweres Schädel-Hirn-Trauma

 


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