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Krankheiten referenzindex «Grindflechte bei Baby & Kind»

Grindflechte bei Baby & KindGrindflechte bei Baby & KindGrindflechte bei Baby & Kind

Was ist Grindflechte?

Grindflechte (Borkenflechte, Impetigo contagiosa) ist eine sehr ansteckende Hautinfektion, die von Bakterien ausgelöst wird. Die Übertragung der Bakterien erfolgt meist über eine Schmierinfektion. Eintrittspforten sind häufig kleine Verletzungen oder aufgekratzte Insektenstiche.

Grindflechte betrifft besonders Kinder und verbreitet sich verstärkt in Kindergärten und Schulen. Unhygienische Verhältnisse und warme Witterung wirken dabei begünstigend. Grindflechte befällt gewöhnlich Gesicht, Kopf, Arme, Hände oder Beine der Kinder.

Wie wird Grindflechte übertragen?

Auslöser der Grindflechte sind Bakterien der Gattungen Streptokokken oder Staphylokokken.

Die Krankheit wird durch unmittelbaren Kontakt (Kratzen, Abklatsch) übertragen. Die Erreger der Grindflechte befinden sich auch auf Handtüchern, Kämmen, Spielzeugen oder anderen Alltagsgegenständen. Wenn Infizierte und Gesunde diese Gegenstände gemeinsam benutzen, kommt es zur Übertragung der Bakterien.

Was sind die typischen Symptome?

Zwei bis zehn Tage, nachdem sich das Kind mit der Grindflechte angesteckt hat (Inkubationszeit), bilden sich auf der Haut Herde eines juckenden roten Ausschlags mit flüssigkeits- oder eitergefüllten Blasen. Wenn diese platzen, entwickelt sich auf den Wunden gelblicher Schorf (in Form von honiggelben Krusten). Grundsätzlich unterscheidet man eine kleinblasige und eine großblasige Variante der Grindflechte. Meist treten die charakteristischen Hautschäden zuerst im Gesicht auf, besonders um Mund und Nase. Das Kind kann sich durch Schmierinfektionen an anderen Körperstellen selbst anstecken.

Wie diagnostiziert der Arzt die Grindflechte?

Es gibt zwei Arten, die Grindflechte zu erkennen:

  • Anhand des typischen klinischen Bildes.
  • Durch einen bakteriologischen Abstrich (zum Beispiel aus den Eiterblasen) lassen sich die Bakterien  nachweisen.

Wie behandelt man Grindflechte?

Sie sollten Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie vermuten, dass sich Ihr Kind mit Grindflechte angesteckt hat. Normalerweise wird Grindflechte örtlich mit Salben behandelt. Die gängige Therapie ist ein äußerlich wirksames Mittel gegen Wundinfektionen (Antiseptikum) oder ein Antibiotikum. Bei einem ausgedehnten Hautbefall reicht die äußerliche Therapie nicht aus - dann muss das Kind Antibiotika einnehmen.

Hygienische Maßnahmen spielen eine entscheidende Rolle und müssen die medikamentöse Behandlung begleiten. Waschen Sie Ihre Hände und die Ihres Kindes regelmäßig mit Wasser und Seife. Achten Sie bei Ihrem erkrankten Kind und bei sich selbst auf kurz geschnittene Fingernägel. Benutzte Handtücher und Bettwäsche sollten bei 60 Grad gewaschen werden.

Solange die Grindflechte nicht vollständig geheilt ist, sollte das Kind zu Hause bleiben. Es darf erst wieder in die Schule oder in den Kindergarten, wenn alle Krusten abgefallen sind und die Grindflechte nicht mehr ansteckend ist.

Was können Sie selbst tun?

  • Befolgen Sie die Anweisungen des Arztes/der Ärztin genau. Ein vorzeitiges Abbrechen der Therapie führt möglicherweise dazu, dass die Bakterien resistent werden und das Antibiotikum nicht mehr wirkt.
  • Waschen Sie Ihre Hände nach jedem Kontakt mit Ihrem erkrankten Kind gründlich mit Seife. So entfernen Sie infektiöse Keime.
  • Kurz geschnittene und saubere Nägel sind besonders bei Kindern wichtig. Kinder kratzen sich oft unbewusst und berühren anschließend andere Menschen oder Gegenstände. Kurze, saubere Fingernägel helfen bei Grindflechte, die Übertragungsrate der Bakterien zu minimieren.
  • Berühren Sie die Wunden Ihres Kindes nicht. Verhindern Sie, dass sich Ihr Kind an den wunden Stellen kratzt, auch dann, wenn sie stark jucken. Die Bakterien breiten sich durch Berührung und Kratzen aus.

Wie beugen Sie der Grindflechte vor?

Erklären Sie Ihrem Kind, wie sich die Grindflechte ausbreitet und warum es keine fremden Kämme, Haarbürsten oder Ähnliches benutzen sollte. Bitten Sie es, sich mehrmals am Tag die Hände zu waschen und die ungewaschenen Finger nicht in den Mund zu stecken.

Komplikationen und Prognose

Bei mangelhafter Hygiene ist auch eine großflächige Ausbreitung der Grindflechte möglich, die sich auf das Allgemeinbefinden störend auswirkt. Suchen Sie mit Ihrem Kind erneut einen Arzt auf:

  • Wenn sich der Schorf weiter ausbreitet, stärker rötet und entzündet.
  • Wenn der Schorf nach drei Tagen Behandlungszeit keine Tendenz zur Besserung zeigt.
  • Wenn Fieber auftritt.
  • Wenn es nach der Einnahme von Medikamenten zu Unwohlsein, Atemnot, Ausschlag, Schwellungen, Juckreiz oder Magenschmerzen kommt.

Kommentar «Grindflechte bei Baby & Kind»