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Krankheiten referenzindex «Grüner Star - Diagnose»

Grüner Star - DiagnoseGrüner Star - Diagnose

Der Augenarzt stellt die Diagnose Grüner Star (Glaukom) mithilfe verschiedener apparativer Untersuchungen.

Augeninnendruck-Messung (Tonometrie)

Der Augenarzt bestimmt den Augeninnendruck mittels Tonometrie. Normalerweise liegt der Druck unter 21 mmHg, bei einem Glaukom jedoch meistens darüber. Zu berücksichtigen sind dabei immer das Alter und die Begleiterkrankungen des Patienten, denn der normale Augeninnendruck steigt mit den Jahren. Auch die Dicke der Hornhaut (Cornea) beeinflusst den Augeninnendruck maßgeblich. Deshalb empfiehlt es sich möglicherweise, die Hornhautdicke zu bestimmen. Ein Grüner Star kann aber auch bei normalem Augeninnendruck vorliegen.

Untersuchung des Kammerwinkels

Mit der sogenannten Gonioskopie wird der Kammerwinkel untersucht. Der Kammerwinkel ist wegen seiner Lage normalerweise von außen nicht einsehbar. Mit einer speziellen Linse kann der Augenarzt gewissermaßen "um die Ecke sehen". Er setzt das Gonioskop dabei direkt auf die Hornhaut. Die Weite des Kammerwinkels, Abflussblockaden durch die Regenbogenhaut (Iris) sowie mögliche Verwachsungen und Verfärbungen können auf Grünen Star hinweisen.

Gesichtsfeldmessung

Zusätzlich zur Diagnose des Grünen Stars (Glaukom) führt der Augenarzt eine Gesichtsfeldmessung (Perimetrie) durch, um eventuelle Ausfälle festzustellen. Während dieser Untersuchung werden nacheinander optische Reize an verschiedenen Orten des Raums präsentiert. Die Wahrnehmung dieser Reize wird abhängig von ihrem Ort und ihrer Stärke protokolliert. Gesichtsfeldausfälle durch den Grünen Star treten erst auf, wenn mehr als 30 Prozent der Nervenfasern geschädigt sind. Sie markieren daher nicht den Beginn, sondern bereits ein fortgeschrittenes Stadium des Glaukoms.

Augenspiegelung (Opthalmoskopie)

Bei einer Spiegelung des Augenhintergrunds (Ophthalmoskopie) lässt sich der Zustand des Sehnervs (Nervus Opticus) beurteilen. Der Augenhintergrund befindet sich im hinteren Teil des Augapfels und kann über die erweiterte Pupille eingesehen werden. Die Ophthalmoskopie ist für die Diagnose des Grünen Stars besonders aufschlussreich, denn hier sind die ersten Glaukomschäden und das Krankheitsstadium direkt sichtbar.

Spaltlampen-Untersuchung

Im abgedunkelten Raum wird das Auge mit einer spaltförmigen Lichtquelle untersucht. Zur Diagnose des Grünen Stars (Glaukom) beurteilt der Augenarzt den Winkel des Kammerwinkel-Eingangs und die Tiefe der vorderen Augenkammer. Der Arzt achtet auch auf Veränderungen der Regenbogenhaut (Iris) oder auf eine ungewöhnliche Pigmentierung der Hornhaut.

Regelmäßige Kontrollen

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt sind besonders wichtig, um einen Grünen Star möglichst frühzeitig zu erkennen und Folgeschäden durch rechtzeitige Therapie zu vermeiden. Dies gilt vor allem ab dem 40. Lebensjahr, zum Beispiel, wenn eine Lesebrille verordnet wird.


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