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Krankheiten referenzindex «Hämolytisch-urämisches Syndrom bei Baby & Kind - Ursachen»

EHEC-Bakterien

Ursache des hämolytisch-urämischen Syndroms sind meist EHEC-Bakterien (Enterohämorrhagische E.coli). Sie gehören zur großen Gruppe der Kolibakterien und kommen vor allem im Darm von Tieren vor. In der menschlichen Darmflora sind EHEC-Bakterien nicht angesiedelt. Ihr natürliches Reservoir sind Rinder und andere Wiederkäuer. Die EHEC-Bakterien leben im Darm und im Kot der Tiere. Über diesen Weg können vom Tier stammende Lebensmittel verunreinigt werden. Auch andere Erreger kommen als Verursacher des hämolytisch-urämischen Syndroms infrage, dazu zählen Shigellen, Salmonellen sowie verschiedene Viren. Selten gibt es auch atypische Formen der Erkrankung, bei denen sich kein spezifischer Erreger als Ursache gefunden finden lässt.

Folgende Faktoren erhöhen das Risiko für Kinder, am hämolytisch-urämischen Syndrom zu erkranken:

  • Verzehr von rohem oder unzureichend erhitztem Rindfleisch.
  • Genuss von Rohmilch und den daraus hergestellten Lebensmitteln wie Frischkäse oder Sauermilchquark.
  • Auch eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich. Bei diesem Übertragungsweg (Schmierinfektion) werden die Bakterien durch winzige Kotspuren auf Händen und Gegenständen (Handtücher, Spielzeug) von Infizierten an Gesunde weitergegeben. Dieser Weg spielt vor allem in Kindergärten und Tagesstätten eine große Rolle. Kinder und Erwachsene, die mit EHEC-Bakterien infiziert sind, scheiden die Bakterien in großen Mengen mit dem Kot aus und können dadurch ebenfalls zu Überträgern werden.

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