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Krankheiten referenzindex «Herzklappenfehler - Vorbeugen»

Herzklappenfehler - VorbeugenHerzklappenfehler - Vorbeugen

Angeborene Herzfehler

Bei angeborenen Herzklappenfehlern ist eine Vorbeugung meist nicht möglich. Allerdings können einige Medikamente beim Ungeborenen Herzfehler verursachen, wenn sie in der Schwangerschaft eingenommen werden. Daher sollten Schwangere nur nach Rücksprache mit einem Arzt Medikamente einnehmen. Das gilt auch für Arzneimittel, die nicht verschreibungspflichtig sind. Auch bestimmte Krankheiten wie Röteln können bei Ungeborenen zu Herzfehlern führen. Lassen Sie deshalb schon vor der Schwangerschaft ihren Immunstatus überprüfen.

Erworbene Herzfehler

Die meisten Herzklappenfehler werden durch eine Entzündung der Herzinnenhaut (Endokarditis) unter Beteiligung der Herzklappen hervorgerufen. Meistens sind Bakterien die Ursache einer Endokarditis. Die Einnahme von Antibiotika kann in diesem Fall also vorbeugend wirken. Vor allem bei Infektionen mit Streptokokken ist eine konsequente Antibiotikatherapie notwendig. Eine Streptokokkeninfektion der oberen Luftwege (eitrige Angina), die nicht mit Antibiotika behandelt wurde, führt möglicherweise zu einer Reaktion des Immunsystems. Dabei werden vor allem die Nieren und Herzklappen geschädigt (rheumatisches Fieber). Eine rechtzeitige Therapie (zum Beispiel mit Penicillin) kann dies aber verhindern.

Endokaridits-Prophylaxe

Bisher wurde allen Menschen mit Herzplappenfehlern eine konsequente Endokarditis-Prophylaxe empfohlen. Betroffene mussten also vor operativen Eingriffen, durch die Bakterien in die Blutbahn gelangen könnten, Antibiotika einnehmen (zum Beispiel zahnärztliche Eingriffe inklusive professioneller Zahnreinigung, Magen- oder Darmspiegelung, chirurgische Eingriffe).

Ende 2007 hat die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie neue Leitlinien zur Endokarditis-Prophylaxe veröffentlicht. Seither wird diese nur noch für Menschen mit Herzklappenersatz, angeborenem Herzfehler oder nach Herzklappenentzündung empfohlen. Alle anderen Patienten mit Herzklappenfehlern, die eine Endokarditis-Prophylaxe bislang gut vertragen haben, können diese aber in Absprache mit ihrem Arzt weiterhin einnehmen, wenn chirurgische Eingriffe geplant sind.

 

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