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Krankheiten referenzindex «Herzmuskelerkrankungen - Therapie»

Herzmuskelerkrankungen - Therapie

» Dilatative Herzmuskelerkrankung: Die alkoholbedingte Dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist nur durch strikten frühzeitigen Alkoholverzicht heilbar. Ist die Ursache der Herzmuskelerkrankung unklar, wird die Herzschwäche mit entsprechenden Medikamenten behandelt. Ist eine Virusinfektion der Auslöser, versucht der Arzt, zunächst diese zu therapieren. Im fortgeschrittenen Stadium sind unter Umständen ein Herzschrittmacher oder – als letzte Therapiemöglichkeit – eine Herztransplantation notwendig. Ist die Herzleistung deutlich eingeschränkt, verordnet der Arzt zusätzlich blutverdünnende Medikamente, damit sich im Herzen keine Blutgerinnsel bilden. Diese könnten zu einem Schlaganfall führen.

» Hypertrophe Herzmuskelerkrankung: Die Betroffenen müssen schwere körperliche Anstrengungen meiden, da diese das Risiko eines plötzlichen Herztods steigern. Eine Hypertrophe Herzmuskelerkrankung ohne Strömungshindernis wird behandelt, wenn Beschwerden auftreten. Eine Therapie kann das Fortschreiten der Hypertrophen Kardiomyopathie nicht verhindern. Beim Auftreten von Luftnot oder Druckgefühl in der Brust sowie Herzrhythmusstörungen können Betablocker oder Kalziumantagonisten verabreicht werden.

Bei einer Hypertrophen Obstruktiven Herzmuskelerkrankung (HOCM) versuchen die Ärzte, die verdickten Muskelanteile zu entfernen. Früher mussten sich die Patienten dazu einer großen Herzoperation unterziehen. Dabei wurde nach Eröffnung des Brustkorbs der Muskelwulst am Ausgang der linken Herzkammer operativ beseitigt. Seit mehreren Jahren gibt es ein alternatives Verfahren. Dabei wird in die Blutgefäße, die den Muskelwulst versorgen, über einen Herzkatheter Alkohol gespritzt. Es entsteht ein künstlicher Herzinfarkt. Mit der Zeit sterben die Muskelzellen ab, und die Wanddicke schrumpft.

In manchen Fällen wird den Betroffenen ein Schrittmacher eingesetzt. Bei schweren Herzrhythmusstörungen hilft ein Implantierbarer Cardioconverter (ICD). Wie bei der Dilatativen Herzmuskelerkrankung stellt eine Herztransplantation auch bei der Hypertrophen Herzmuskelerkrankung die letzte Therapielösung dar.

» Die restriktive Kardiomyopathie und die ARVCM (ARVD) werden mit Medikamenten gegen Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen behandelt. Bei schweren Rhythmusstörungen kann ein ICD implantiert werden. Auch hier ist die Herztransplantation eine letzte Therapieoption, wenn alle anderen Behandlungen versagen.


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