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Krankheiten referenzindex «Herzrhythmusstörungen - Diagnose»

Schnell oder langsam

Veränderungen der Herztätigkeit wie Herzrhythmusstörungen lassen sich als erstes anhand des veränderten Pulses erkennen. Der Arzt fühlt den Puls und stellt fest, ob er zu langsam (Bradykardie), zu schnell (Tachykardie) oder unregelmäßig (Arrhythmie) ist. Zudem wird er Sie fragen, ob Sie Medikamente einnehmen, denn manche Präparate können Herzrhythmusstörungen auslösen, wenn sie nicht richtig dosiert sind (zum Beispiel Schilddrüsenhormone).

Folgende Untersuchungen sind am besten geeignet für die Diagnostik von Herzrhythmusstörungen:

Untersuchung
Beschreibung
Ruhe-EKGEs zeigt, ob die Herzrhythmusstörung im Vorhof oder in der Kammer entsteht und um welche Art von Rhythmusstörung es sich handelt.
Langzeit-EKGViele Herzrhythmusstörungen treten nur gelegentlich auf, sie lassen sich besser mithilfe eines Langzeit-EKGs aufzeichnen, welches für 24 bis 48 Stunden am Körper verbleibt.
Belastungs-EKGManche Herzrhythmusstörungen treten nur unter Belastung auf, hier kann ein Belastungs-EKG sinnvoll sein. Das EKG wird aufgezeichnet während der Betroffene auf einem Fahrrad-Ergometer fährt.
EventrekorderMithilfe eines Eventrekorders lassen sich sporadisch auftretende Herzrhythmusstörungen aufzeichnen. Er kommt z.B. zum Einsatz, wenn ein Langzeit-EKG nicht ausreicht. Der Eventrekorder kann über mehrere Monate eingestzt werden.

Weiterführende Untersuchungen

In speziellen Fällen von Herzrhythmusstörungen führt der Arzt eine Elektrophysiologische Untersuchung durch. Während einer Herzkatheter-Untersuchung versucht er, künstlich Herzrhythmusstörungen auszulösen. Dies lässt Rückschlüsse auf die Art und den Entstehungsort der Herzrhythmusstörungen sowie auf die Wirksamkeit von Medikamenten zu.

Folgende Untersuchungen werden durchgeführt, um die Ursache der Herzrhythmusstörung zu erkennen:

Untersuchung

Beschreibung

EchokardiographieDie Ultraschall-Untersuchung des Herzens gibt Hinweise auf Herzklappenfehler und Veränderungen der Pumpfunktion des Herzens (Herzschwäche). Auch Veränderungen durch einen langfristig bestehenden Bluthochdruck sind erkennbar.
HerzkatheterDiese Untersuchung zeigt vor allem, ob eine Koronare Herzerkrankung (KHK) oder ein Herzklappenfehler vorliegen. Dabei schiebt der Arzt einen feinen Schlauch über ein Gefäß (Arterie oder Vene) bis zum Herzen vor. Wird über den Herzkatheter ein Kontrastmittel abgegeben, lassen sich zum Beispiel bestimmte Herzgefäße (Herzkranzgefäße) gut darstellen.
Kardio-MRTDie Kernspin-Tomografie (MRT) des Herzens gibt Hinweise auf eine Koronare Herzerkrankung (krankhafte Veränderung der Herzkranzgefäße) oder einen Herzklappenfehler.
LaboruntersuchungenDamit lassen sich Stoffwechselstörungen, wie eine Schilddrüsenüberfunktionen (Hyperthyreose) oder ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ausschließen.

Wichtige Infos für den Arzt

Es gibt bestimmte Informationen, die im Fall von Herzrhythmusstörungen für den Arzt wichtig sind:

  • Notieren Sie sich alle Medikamente, die Sie einnehmen; das gilt auch für frei verkäufliche oder pflanzliche Präparate.
  • Führen Sie Tagebuch, wann die Herzrhythmusstörungen auftreten und besprechen Sie dies mit dem Arzt; notieren Sie auch, was Sie in dieser Zeit gemacht haben.
  • Informieren Sie Ihren Arzt über alle bestehenden Krankheiten.

Kommentar «Herzrhythmusstörungen - Diagnose»