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Krankheiten referenzindex «Honeymoon-Zystitis (Flitterwochen-Blasenentzündung)»

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Honeymoon-Zystitis oder Flitterwochen-Blasenentzündung sind blumige Bezeichnungen für eine Blasenentzündung bei sexuell aktiven Frauen. Der Harnwegsinfekt äußert sich meist mit Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen oder vermehrtem Harndrang. Auch Blut und Eiterbeimengungen im Urin, Unterleibskrämpfe oder Fieber sind möglich. Die Honeymoon-Zystitis wird wie jede Blasenentzündung mit Antibiotika behandelt.

Liebe lässt Bakterien wuchern

Der menschliche Körper ist übersät mit Bakterien. Sie nisten im Darm, auf der Haut oder den Schleimhäuten. Beim Geschlechtsverkehr werden leicht Erreger im Intimbereich verteilt, die dort nicht hingehören. Durch die enge Nachbarschaft von Scheide und Harnröhre begünstigt häufiger Sex Infektionen der Harnwege. Die mechanische Beanspruchung und eine veränderte Scheidenflora - etwa durch spermienabtötende Verhütungsmittel - tun ihr Übriges: Bakterien - meist Kolibakterien - vermehren sich und wandern über die Harnröhre bis in die Blase.

Hygiene ist das A und O

Eine sorgfältige Intimhygiene kann der Honeymoon-Zystitis vorbeugen. Das gilt selbstverständlich für beide Partner! Waschen Sie sich am besten mit fließendem, sauberem Wasser. Seife, Duschgel, Scheidenspülungen und Intimsprays sind in der Regel nicht nötig: Sie zerstören vielmehr den Säureschutzmantel der Schleimhaut, wodurch Bakterien leichteres Spiel haben.

Viel Trinken und Wasserlassen

Gehen Sie nach dem Sex zum Wasserlassen auf die Toilette. Der Urin spült die Harnwege sauber und schützt vor Entzündungen. Häufiges Wasserlassen verringert die Gefahr einer Harnwegsentzündung. Vergessen Sie deshalb nicht, ausreichend zu trinken.

Die richtige Verhütungsmethode

Tritt die Honeymoon-Zystitis häufiger auf, ist gegebenenfalls ein Wechsel der Verhütungsmethode sinnvoll. Frauen, die mit Diaphragma oder Spirale verhüten, haben ein erhöhtes Infektionsrisiko. Auch chemische Verhütungsmittel sind ungünstig. Die spermienabtötenden Scheidenzäpfchen, Salben oder Gels verändern die Scheidenflora und begünstigen das Bakterienwachstum.

Eine gute Alternative sind Kondome. Sie schützen vor einer Blasenentzündung und gleichzeitig vor vielen anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.

Auch Gleitmittel können einer Honeymoon-Zystitis vorbeugen. Verwenden Sie am besten ein Gel ohne Farb- und Duftstoffe. Es hält die Vagina feucht und mindert die mechanische Beanspruchung. Schleimhaut und Harnröhrenmündung werden so weniger gereizt und es kommt seltener zu Entzündungen.


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