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Krankheiten referenzindex «Hüftdysplasie bei Baby & Kind - Therapie»

Schweregrad wichtig

Die Behandlung der Hüftdysplasie hängt vom Schweregrad der Veränderungen ab. Im Fall einer leichtgradigen Dysplasie beim Neugeborenen ist das Wickeln mit besonders breiten Windeln oft ausreichend, weil es sich hier nur um eine Entwicklungsverzögerung handelt. Sechs Wochen nach der Geburt sollte die Hüftgelenkpfanne aber ausgereift sein.

Bei höhergradigen Veränderungen durch eine Hüftdysplasie wird dem Baby eine Spreizhose oder Schiene angepasst. Die Behandlungsdauer hängt vom Schweregrad der Dysplasie ab und wird bis zur Ausbildung einer normalen Hüftgelenkpfanne fortgeführt. Dieser Prozess wird in regelmäßigen Abständen mittels Ultraschall überprüft. In seltenen Fällen fertigt der Arzt nach Abschluss der Ausreifung mit zwölf Lebensmonaten ein Röntgenbild der Hüfte an, um zu prüfen, ob Hüftkopf und -pfanne gut geformt sind.

Einrenken und fixieren

Die Behandlung der Hüftluxation als Folge einer Hüftdysplasie besteht darin, den Hüftkopf einzurenken und in der Gelenkpfanne zu fixieren: Zum Einrenken nimmt der Arzt einen sogenannten Extensionsapparat zu Hilfe. Danach werden die Beine des Kindes mit einem Gipsverband oder einer Schiene auseinander gespreizt, um den Hüftkopf stabil und dauerhaft in der Hüftgelenkpfanne zu halten. Durch den wiederhergestellten Kontakt können sich Kopf und Pfanne normal entwickeln.

Die sogenannte Retentionsbehandlung in Gips wird über vier bis zwölf Wochen fortgesetzt. Anschließend folgt eine Abspreizbehandlung: Schienen halten dabei die Beine in einer Spreizhaltung, das Kind kann sich ansonsten aber frei bewegen. Die Schienen müssen etwa zwölf Wochen getragen werden, bis das Gelenk im Ultraschall ausgeformt ist. Insgesamt bedeutet dies, dass sich die Behandlung einer Hüftluxation über ungefähr sieben Monate erstreckt.

Operation

Nur wenn diese Maßnahmen zur Behandlung einer Hüftdysplasie erfolglos bleiben oder die Fehlstellung zu spät erkannt wird (drei Jahre oder älter), ist eine Operation notwendig. Dabei wird der Winkel der Gelenkpfanne zum Becken oder der des Hüftkopfes mit einer sogenannten Umstellungsoperation (Umstellungsosteotomie) zum Oberschenkel optimiert.

Im Anschluss an die Therapie einer Hüftdysplasie ist Krankengymnastik sinnvoll.


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