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Krankheiten referenzindex «Iliosakralgelenk-Syndrom - Diagnose»

Iliosakralgelenk-Syndrom - DiagnoseIliosakralgelenk-Syndrom - DiagnoseIliosakralgelenk-Syndrom - Diagnose

Tests im Stehen und Liegen

Ein Iliosakralgelenk-Syndrom lässt sich durch verschiedene Untersuchungen feststellen:

» Vorlaufphänomen (Standing-Flexion-Test): Der Arzt steht hinter dem sitzenden oder stehenden Patienten und legt seine Daumen auf einen bestimmten Teil des Beckens (hintere Darmbeinstachel). Nun beugt sich der Patient maximal nach vorn. Liegt eine Dysfunktion einseitig vor, wird der Daumen der betroffenen Seite früher mit in die Beugung gezogen.

» Spine-Test (Rücklaufphänomen): Der Patient steht bei dieser Untersuchungsmethode mit dem Rücken zum Arzt. Dieser legt den Daumen wiederum auf die hinteren Darmbeinstachel. Dann hebt der Patient ein Knie im rechten Winkel an. Normalerweise sinkt dabei der hintere Darmbeinstachel auf dieser Seite ab, was der Arzt mit seinem Daumen spüren kann. Ist allerdings das Iliosakralgelenk blockiert oder entzündlich verändert wie bei Morbus Bechterew, verändert sich das Becken während des Kniehebens nicht.

» Patrick-Test (auch Maigne-Test): Bei diesem Test auf ein Iliosakralgelenk-Syndrom liegt der Patient auf dem Rücken, winkelt ein Bein an und lässt es nach außen fallen. Ist diese Bewegung auf einer Seite eingeschränkt, weist dies auf eine Störung im Iliosakralgelenk oder im Hüftgelenk hin.

» Stauchung des Iliosakralgelenks: Der Patient liegt auf dem Bauch. Der Arzt fixiert mit einer Hand das Kreuzbein und zieht das gestreckte Bein mit der anderen Hand nach oben. Bei Reizungen des Gelenks kommt es zu Schmerzen.

Bei häufig wiederkehrenden Beschwerden im Iliosakralbereich muss ein Morbus Bechterew ausgeschlossen werden.

Bildgebende Verfahren nutzlos

Ein Iliosakralgelenk-Syndrom lässt sich durch bildgebende Verfahren (beispielsweise Röntgen) nicht nachweisen. Eine Bildgebung ist nur bei Verdacht auf einen Bruch (sehr selten) oder eine entzündliche Wirbelsäulenerkrankung notwendig. So stehen nur die nicht immer zuverlässigen klinischen Tests zur Verfügung, weswegen diese Diagnose des ISG-Syndroms auch nicht von allen Ärzten akzeptiert wird. Nur in medizinischen Studien werden zur Diagnosesicherung unter Röntgenkontrolle lokale Betäubungsmittel in den Gelenkspalt injiziert.

Fachliche Mitarbeit: Dr. med. Jean-François Chenot, Facharzt für Allgemeinmedizin


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