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Krankheiten referenzindex «Japanische Enzephalitis»

Japanische EnzephalitisJapanische EnzephalitisJapanische Enzephalitis

Beschreibung

Die Japanische Enzephalitis ist eine schwere Virusinfektion, die in verschiedenen Ländern und nicht nur in Japan auftritt. Unter anderem kommt sie im Nordosten von Australien sowie in Zentral-Asien und Südostasien vor. Dazu gehören unter anderem China, Indien, Pakistan, Nepal, Burma und Nord-Thailand. Die Erreger finden sich bevorzugt in wasser- und sumpfreichen Gebiete, wobei sich die Verbreitungsgebiete jährlich weltweit ausweiten. Die Hauptübertragungszeit der Japanischen Enzephalitis ist zwischen Mai und Dezember.

Das Japanische-Enzephalitis-Virus (JEV) gehört zur Gruppe der Flaviviren. Die Infektionskrankheit wird durch Stechmücken übertragen. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Die Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Erkrankung (Inkubationszeit) beträgt 5 bis 15 Tage.

Die Japanische Enzephalitis betrifft in erster Linie die Bevölkerung auf dem Land, die unter sehr einfachen Bedingungen und in engem Kontakt mit Haustieren lebt. Die Viren vermehren sich in Vögeln und Haustieren, vor allem Schweinen. Gefährdet sind besonders Kleinkinder und ältere Menschen.

Die Erreger befallen das zentrale Nervensystem, insbesondere das Gehirngewebe. Die Infektion der Hirnhäute und des Gehirns (Meningoenzephalitis) führt zu Lähmungserscheinungen, gestörten Reflexen und zunehmender Bewusstseinseintrübung. Bei ausgeprägtem Krankheitsverlauf sind bleibende neurologische und psychische Schäden häufig.

Jährlich werden weltweit bis zu 50.000 Fälle registriert, wobei die tatsächliche Anzahl der Erkrankungen deutlich höher liegen dürfte. Nur bei weniger als einem Prozent der Infizierten kommt es jedoch zu einem deutlichen Ausbruch der Erkrankung. Die Sterblichkeitsrate liegt in diesen Fällen bei etwa zehn bis 20 Prozent.

Das Infektionsrisiko für Reisende schätzt das Robert Koch-Institut als gering ein.


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