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Krankheiten referenzindex «Karpaltunnelsyndrom (KTS)»

Karpaltunnelsyndrom (KTS)

Beschreibung

Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) ist eine Reizung oder Schädigung bestimmter Nerven am Arm. Der Mensch besitzt insgesamt drei Armnerven. Einer davon – der mittlere Armnerv (Nervus medianus) – versorgt die Innenseite der Hand. Er verläuft durch den etwa zwei Zentimeter langen Karpaltunnel, einem engen Durchgang im Bereich des Handgelenks. Gebildet wird dieser von den Knochen der Handwurzel sowie von den bindegewebigen Bändern, Retinaculum flexorum genannt. Außer dem Nervus medianus ziehen auch die Beugesehnen der Finger durch diesen Tunnel.

Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) entsteht, wenn im Bereich des Karpaltunnels dauerhaft Druck auf den mittleren Armnerv einwirkt. Eine Nervenschädigung ist die Folge.

Manche Menschen haben von Geburt an einen eher engen Karpaltunnel. Unter ungünstigen Bedingungen (wie die stets gleiche Handbewegung bei der Arbeit) kann sich daher leicht ein Karpaltunnelsyndrom entwickeln. Meist stecken aber andere Ursachen hinter der Erkrankung, beispielsweise eine Entzündung und Schwellung der Sehnenscheiden, die ebenfalls im Karpaltunnel liegen und dann auf den Nerv drücken.

Das Karpaltunnelsyndrom kommt in den unterschiedlichsten Ausprägungen vor – von leichten Taubheitsgefühlen in den Fingerspitzen bis zu bleibenden Lähmungen.

Wissenschaftler vermuten, dass jeder Mensch ein Risiko von etwa acht bis zehn Prozent hat, im Lauf seines Lebens ein solches Syndrom zu entwickeln. Frauen sind dabei etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. In den meisten Fällen tritt das KTS im Alter zwischen 40 und 70 Jahren auf. Bei Kindern ist das Karpaltunnelsyndrom sehr selten.


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