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Krankheiten referenzindex «Koma - Die verschiedenen Formen»

Der Begriff "Koma" stammt aus dem Griechischen. Er bedeutet soviel wie "tiefer Schlaf". Seit moderne bildgebende Verfahren Einblick in die Hirnaktivitäten erlauben, hat sich das Verständnis vom Zustand des Komas grundlegend verändert. Es zeigt sich immer deutlicher, dass die Grenzen zwischen aktivem Bewusstsein und Koma fließend sind.

Mediziner unterscheiden heute zwischen Koma, Wachkoma (auch: "apallisches Syndrom" oder "Persistent Vegetative State", PVS) und Minimalen Bewusstseinszustand(Minimally Conscious State, MCS). Diese Zustände unterscheiden sich vor allem im Grad der jeweiligen Hirnaktivität, den vorhandenen Reflexen und Schmerzreaktionen, sowie der Fähigkeit, auf Außenreize zu reagieren.

Fließende Übergänge

Ein Koma wird heute zunehmend nicht als statischer Zustand begriffen, sondern als veränderlicher Prozess. So können Koma, Wachkoma und Minimaler Bewusstseinszustand ineinander übergehen. Und immer deutlicher zeichnet sich die Möglichkeit ab, dass Inseln von Bewusstsein im Koma vorhanden sein können.

Manche Neuropsychologen gehen inzwischen davon aus, dass ein Koma kein passiver Zustand ist, sondern eine aktive Schutzreaktion. Die Betroffenen, so die Vorstellung, haben sich zwar nach einer Hirnschädigung auf eine sehr tiefe Bewusstseinsebene zurückgezogen. Mithilfe einer Therapie kann es ihnen aber gelingen, wieder Zugang zur Welt zu finden.

Koma - die Ursachen

Ausgelöst wird ein Koma beispielsweise durch eine Schädelverletzung, einen Schlaganfall, eine Hirnentzündung, einen epileptischen Anfall oder einen Hirntumor. Andere Ursachen für ein Koma sind Stoffwechselentgleisungen, beispielsweise aufgrund von extrem hohem oder niedrigen Blutzucker oder Nieren- und Lebererkrankungen. Auch Vergiftungen durch Drogen oder andere Gifte können im Koma münden.

Künstliches Koma

Ein Sonderfall ist das künstliche Koma, in das Mediziner schwer verletzte oder kranke Menschen mithilfe von Narkosemitteln versetzen. Dabei handelt es sich im strengen Sinne nicht um ein Koma, sondern vielmehr um eine Langzeitnarkose. Werden die Medikamente abgesetzt, erwacht der Patient. Da die Patienten nur vergleichsweise leicht sediert sind, können sich einige an Ereignisse im künstlichen Koma erinnern.


Kommentar «Koma - Die verschiedenen Formen»