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Krankheiten referenzindex «Kopfschmerz bei Kindern»

Kopfschmerz bei Kindern

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Was sind Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen treten bei Kindern recht häufig auf, sind aber hier meist von kurzer Dauer und unterschiedlicher Schwere. Untersuchungen an fast 7.000 Schülern haben gezeigt, dass rund 90 Prozent der Kinder bis zum zwölften Lebensjahr Kopfschmerz-Erfahrungen haben. In etwa 60 Prozent der Fälle handelt es sich dabei um Kopfschmerzen vom Spannungstyp und bei etwa zwölf Prozent um Migräne.

Um die genaue Art der Kopfschmerzen bestimmen zu können, ist es wichtig, die Kopfschmerzen nach Ort, Dauer, Häufigkeit und Begleitsymptomen einzugrenzen. In den meisten Fällen liegen den Kopfschmerzen bei Kindern harmlose Ursachen (fieberhafte Infekte oder ähnliches) zu Grunde.

Hinter den Kopfschmerzen können aber auch Sehstörungen, Migräne oder schwere Hirnhautentzündungen stecken. Fieber führt generell zu einer Erweiterung der Blutgefäße - auch im Gehirn - was Kopfschmerzen verursachen kann. Zur Beruhigung: Gehirntumore als Ursache von Kopfschmerzen bei Kindern sind sehr selten.

Worauf muss ich bei Kopfschmerzen achten?

Auf folgende Faktoren sollten Sie achten, wenn Ihr Kind unter Kopfschmerzen leidet:

  • Ort (Lokalisation): Sind die Kopfschmerzen hauptsächlich
    • im Stirnbereich lokalisiert (spricht für Nebenhöhlen)?
    • seitenbetont und mit Sehstörungen, Übelkeit kombiniert (Migräne)?
    • im Nacken hochziehend (kann für eine Hirnhautreizung oder ein Wirbelsäulenproblem sprechen)?
    • wandernd (Stress, psychische Ursachen)?
  • Zeitliches Auftreten:
    • Treten die Kopfschmerzen immer zur gleichen Tageszeit auf (z.B. am Ende des Vormittages in der Schule: Dies könnte für Fehlsichtigkeit und Stress sprechen)?
    • Wacht das Kind schon mit Kopfschmerzen auf (schlechter Schlaf aus anderen Gründen)?
    • Klingt der Kopfschmerz von selbst ab, wenn das Kind sich hinlegt und ausruht (Migräne)?
    • Gibt es in näherem zeitlichen Zusammenhang ein Trauma (Fahrradsturz o.ä.: Das spricht für eine Gehirnerschütterung)?
  • Schmerzqualität: Zur besseren Bestimmung der Ursache kann auch nach der Qualität des Kopfschmerzes geforscht werden:
    • Ist er pochend und klopfend (oft bei fieberhaften Infektionen) oder eher ziehend (Migräne)?
    • Gibt es Druckschmerz über bestimmten Kopfarealen (Stirnhöhle, Mastoidhöhle hinter dem Ohr)? Der klassische "Stress-Kopfschmerz", der vom Nacken aus nach oben zieht, lässt sich auch gut durch Haltungsübungen und Krankengymnastik beeinflussen.

Was kann ich tun?

Wenn Ihr Kind häufig unter Kopfschmerzen leidet, dann sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Kinderarzt, ob weitere Untersuchungen bei anderen Fachärzten (zum Beispiel beim Augenarzt, Orthopäden oder HNO-Arzt) nötig sind. Bei Migräne können bestimmte Nahrungsmittel eine Rolle spielen, sodass eine individuelle Ernährung oft Besserung bringt.

Finden Sie heraus, was Ihrem Kind bei akuten Kopfschmerzen hilft. Bei Migräne beispielsweise ist es wichtig, dem Kind einen ruhigen Raum anzubieten, in den es sich zurückziehen kann. Oftmals hilft dann auch Schlaf.

Akut können Sie Ihrem Kind bei Kopfschmerzen durchaus mit Schmerzmitteln in der altersentsprechenden Dosierung helfen. Acetylsalicylsäure (ASS) sollten Kinder unter zwölf Jahre allerdings nicht erhalten (Gefahr eines Reye-Syndroms).


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