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Krankheiten referenzindex «Laktose-Intoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit)»

Emin Ozkan/Fotolia.comBeschreibung

Milchzucker (Laktose) ist ein natürlicher Bestandteil der Milch und ein sogenannter Zweifachzucker, das heißt: Er besteht aus zwei einzelnen Zuckerbausteinen - Glukose und Galaktose. Damit der Milchzucker im Dünndarm aufgenommen werden kann, muss er zuerst in diese beiden Bausteine zerlegt werden. Normalerweise ist das Enzym Laktase, das sich in der Dünndarmschleimhaut befindet, für diese Spaltung zuständig.

Menschen mit einer Laktose-Intoleranz sind jedoch nicht in der Lage, Milchzucker in seine Einzelbestandteile zu zerlegen: Ein Mangel am Enzym Laktase verringert die Fähigkeit zur Spaltung des Zuckers. Der Milchzucker bleibt im Darm, bindet Wasser, und es kommt zu Durchfall. Zusätzlich verwerten Darmbakterien den ungespaltenen Zucker, wodurch Darmgase (Blähungen) entstehen.

Häufigkeit

Die Mehrzahl der Weltbevölkerung kann Milchzucker nach dem Säuglingsalter nicht mehr vollständig verwerten - die Laktose-Intoleranz ist also hier der Normalfall. In asiatischen Ländern beispielsweise fehlt fast allen Menschen das Enzym zur Spaltung des Milchzuckers. Daher befinden sich in diesen Regionen auch keine Milch- oder Käseprodukte auf dem Speiseplan. In Deutschland leiden schätzungsweise etwa 15 Prozent der Bevölkerung an einer Laktose-Intoleranz. Nicht zu verwechseln ist die Milchzuckerunverträglichkeit mit einer Allergie gegen Milchprodukte.


Kommentar «Laktose-Intoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit)»