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Krankheiten referenzindex «Lassa-Fieber - Diagnose»

Lassa-Fieber - Diagnose

Erregernachweis

Die Diagnose Lassa-Fieber ist gesichert, wenn sich während der akuten Krankheitsphase Lassa-Viren etwa im Blut oder Urin des Patienten nachweisen lassen. Ungefähr eine Woche nach Krankheitsbeginn findet man im Blut auch spezifische Antikörper gegen den Erreger. Bei Verdacht auf das Lassa-Fieber sollte die Blutprobe so bald wie möglich untersucht werden, um die Diagnose möglichst schnell zu stellen. Bestimmte Abwehrkörper zirkulieren auch noch Monate nach einer durchgemachten Infektion im Körper. Dies ist vor allem bei Spätsymptomen einer Lassa-Virus-Infektion (Gehirnentzündung) hilfreich.

Hochsicherheitslabors

Die Lassa-Virus-Diagnostik darf nur in Hochsicherheitslabors durchgeführt werden. In Deutschland ist einzig das Bernhard-Nocht-Institut (BNI) für Tropenmedizin in Hamburg zu solchen Tests berechtigt.

Verwechslungsgefahr

Die Symptome einer Lassa-Fieber-Infektion ähneln denen anderer hämorrhagischer Fieber wie  Ebola- oder Rift-Valley-Fieber. Im frühen Stadium wird die Erkrankung zudem manchmal mit einem schweren grippalen Infekt verwechselt. Solange noch keine inneren Blutungen auftreten, kann ein Lassa-Fieber fälschlicherweise auch als Malaria diagnostiziert werden.

Meldepflicht

Mediziner sind verpflichtet, den Gesundheitsbehörden jede Lassa-Fieber-Erkrankung zu melden – auch wenn es sich nur um einen noch unbestätigten Verdacht handelt.


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