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Krankheiten referenzindex «Leben mit Asthma»

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Was Sie selbst tun können

Asthma bronchiale ist wahrscheinlich zunächst eine beängstigende Diagnose. Doch wenn Sie einige Regeln beachten, können Sie ein weitgehend normales Leben führen. Zunächst: Werden Sie zum Kooperationspartner Ihres Hausarztes. Behandeln Sie Ihr Asthma in Zusammenarbeit mit ihm! So haben Sie gute Chancen, dass Ihr Leben und Ihr Alltag ganz normal ablaufen. Denn es gibt verschiedene Bereiche, in denen Sie selbst einiges tun können.

Medikamente

Man unterscheidet bei Asthma bronchiale zwischen zwei Arten der Therapie: Langzeitmedikamente, die Sie regelmäßig einnehmen müssen, und Notfallmedikamente, die bei einem akuten Asthma-Anfall wirken. Nehmen Sie die Langzeitmedikamente regelmäßig, auch wenn Sie keine Beschwerden haben. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt genau erklären, wie Sprays (Medikamente zum Einatmen) gegen Asthma angewendet werden. Es ist sehr wichtig, dass diese Wirkstoffe so tief wie möglich in die Lunge eingeatmet werden.

Besprechen Sie mit Ihren Angehörigen, wo Sie Ihre Notfallmedikamente für Asthma-Anfälle aufbewahren und was im Notfall zu tun ist. Nehmen Sie die Notfallmedikamente immer mit, wenn Sie das Haus verlassen. Das ist Ihre Garantie, einen Anfall sofort behandeln zu können. Alle zusätzlichen Medikamenten-Einnahmen müssen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt abklären.

Asthma-Tagebuch

Führen Sie ein Protokollheft (Asthma-Tagebuch), in das Sie täglich die Messergebnisse des Peak-Flow-Meters eintragen. Schreiben Sie auch auf, welche Medikamente Sie regelmäßig oder zusätzlich eingenommen haben und welche Beschwerden (Husten, Auswurf, Atemnot etc.) auftraten. Ein sorgfältig geführtes Asthma-Tagebuch ist für Arzt und Patient eine wertvolle Hilfe. So lässt sich erkennen, ob die Therapie ausreicht oder mit ärztlicher Hilfe angepasst werden sollte. Das Asthma-Tagebuch sollten Sie zu jedem Besuch beim Arzt mitnehmen und mit ihm besprechen.

Allergene

Die Mehrheit der Asthma-Patienten reagiert allergisch auf bestimmte Stoffe. Fragen Sie Ihren Arzt nach den Auslösern Ihres Anfalls und versuchen Sie, diese in Ihrer Umgebung zu vermeiden. Wenn Sie auf Hausstaubmilben allergisch sind, sollten Sie auf Daunen-Betten (Gänsefedern als Füllung) verzichten und stattdessen zu synthetischen Materialien greifen. Glatte Böden und "kurzhaarige" Teppiche speichern weniger Staub als Teppiche mit langem Haar. Bei einer Tierhaarallergie müssen Sie leider auf Ihr Haustier verzichten. Bleiben Sie bei Freunden, die Tiere haben, nicht allzu lang zu Besuch. Wenn Sieauf bestimmte Gräser und Pollen allergisch reagieren, vermeiden Sie in der Blütezeit lange Spaziergänge in der Natur oder machen Sie Urlaub in einer allergenarmen Umgebung.

Rauchen

Zigarettenrauch reizt die Lunge, deshalb sollten Sie als Asthmatiker das Rauchen sein lassen. Meiden Sie stark verrauchte Räume, bitten Sie auch Familienmitglieder und Freunde, nicht in Ihrer Gegenwart zu rauchen.

Sport

Ausdauersportarten sind sehr gut für die Lunge und damit gut geeignet bei Asthma bronchiale. Deshalb: Bewegen Sie sich regelmäßig! Wenn Sie bisher noch wenig Sport getrieben haben, sprechen Sie erst mit Ihrem Arzt, da plötzliche übertriebene körperliche Anstrengung mehr schadet als nützt. Finden Sie die Sportart, die Ihnen Freude bereitet. Fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie vor dem Sport ein Medikament einatmen müssen, das Ihre Atemwege weitet.

Lebensstil

Ein geregeltes Leben hilft hervorragend, Beschwerden durch Asthma bronchiale vorzubeugen. Genauso wichtig wie Ihre regelmäßige Medikamenteneinnahme ist ausreichender Schlaf. Natürlich sollen Sie auch weiter an Feiern teilnehmen, aber Sie müssen wissen, dass Ihre Atemwege nach einer durchtanzten Nacht empfindlicher sind. Auch Ihre Psyche hat Einfluss auf Ihre Erkrankung. So wie manche Menschen in Stress-Situationen mit kalten Fingern, Angstschweiß und Bauchschmerzen reagieren, könnten Sie einen Asthma-Anfall erleiden.


Kommentar «Leben mit Asthma»