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Krankheiten referenzindex «Lobuläres Carcinoma in situ (LCIS)»

Das lobuläre Carcinoma in situ (LCIS) ist kein richtiger Brustkrebs, sondern eine Frühform (Präkanzerose). Anders als invasive Tumoren (z.b. duktales oder lobuläres Mammakarzinom) haben LCIS noch nicht die Basalmembran (Trennungsschicht zum Gewebe) durchbrochen und wachsen damit auch nicht in die Umgebung ein (nicht invasiv, nicht infiltrativ). Deshalb können sie auch keine Metastasen bilden. Diese Oberflächenkarzinome bestehen zwar aus Krebszellen, die aber nur innen wachsen – sie kleiden praktisch die Milchgänge und Drüsenläpppchen aus.

LCIS

Das lobuläre Carcinoma in situ (LCIS) geht von den Drüsenläppchen aus. Im Vergleich zu den DCIS (95 Prozent) kommt viel seltener vor (5 Prozent der Fälle). Es ist keine eigentliche Vorstufe eines invasiven Brustkrebses. Außerdem scheint das bösartige Potenzial des LCIS viel geringer zu sein als bei DCIS. Eine Studie ergab, dass nur zehn Prozent von 210 Frauen nach 14 Jahren ein invasives lobuläres Karzinom entwickelten. Allerdings ist es ein „Risikomarker“, dass später ein Mammakarzinom entstehen kann.

Oft tritt es in verschiedenen Abschnitten einer Brust (multizentrisch, 46 bis 85 Prozent), aber auch in beiden Brüsten gleichzeitig auf (30 bis 67 Prozent). LCIS bildet in der Regel keinen Mikrokalk und ist deshalb in der Mammografie kaum zu diagnostizieren. Oft wird es zufällig im Rahmen einer Biopsie entdeckt, die bei unklaren oder verdächtigen Befunden durchgeführt wird.

Die Therapie des LCIS besteht in den meisten Fällen in der einfachen Tumorentfernung, ohne Operation der Achselhöhle und ohne Nachbestrahlung. Allerdings sind jährliche Mammografien zur Kontrolle empfehlenswert. Eine Empfehlung zur begleitenden medikamentösen Therapie gibt es derzeit nicht.


Kommentar «Lobuläres Carcinoma in situ (LCIS)»